{"id":7622,"date":"2023-05-03T23:18:26","date_gmt":"2023-05-03T21:18:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/?p=7622"},"modified":"2023-05-04T00:13:50","modified_gmt":"2023-05-03T22:13:50","slug":"uhrschlamm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/2023\/05\/03\/uhrschlamm\/","title":{"rendered":"Uhrschlamm"},"content":{"rendered":"\n<p>Letzte Woche, w\u00e4hrend meines Kurzurlaubs in M\u00fcnchen, war ich in gr\u00f6\u00dferer Runde zu Gast im \u00bbGiesinger Br\u00e4ust\u00fcberl\u00ab. Es war ein semi-gesch\u00e4ftliches Treffen mit dem Mann, am Vorabend einer Statistiker-Konferenz und es gab deftige Speisen und reichlich bayerisches Bier. Gegen Ende der Tafelrunde wurde ich erstmals Zeuge, wie einer der G\u00e4ste mit seiner Apple Watch seine Rechnung beglich. Eigentlich nichts Ungew\u00f6hnliches, aber am Tisch entwickelte sich daraufhin ein kurzes Gespr\u00e4ch \u00fcber Armbanduhren \u2013 wer (noch) keine Smartwatch hat, wer besitzt eine \u00bbnormale\u00ab Uhr, mit der man nichts bezahlen kann, wer tr\u00e4gt keine und aus welchem Grund nicht, beziehungsweise wer tr\u00e4gt eine und wieso. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich trage seit mindestens 20 Jahren keine Armbanduhren mehr, haupts\u00e4chlich aus zwei eher praktischen Gr\u00fcnden: seit ich st\u00e4ndig ein Handy bzw. Smartphone bei mir habe, geschehen f\u00fcr mich der Zugriff und der Blick aufs Display nahezu genauso schnell wie das Hochschieben des \u00c4rmels und der Blick auf die Armbanduhr. Au\u00dferdem hat sich auch die Anzahl der Uhren im privaten und \u00f6ffentlichen Raum gef\u00fchlt vervielfacht: auf dem Computermonitor, an der Mikrowelle, auf der Wanduhr, an Stra\u00dfenkreuzungen, Ladenfassaden, in Schaufenstern, an Haltestellen und Bahnh\u00f6fen \u2013 \u00fcberall sind analoge und digitale Zeitmesser anzutreffen. Man muss nicht mehr nach der Uhrzeit suchen, man wird quasi von ihr auf Schritt und Tritt verfolgt. <br>Der zweite Grund ist, dass mich mit den Jahren \u2013 insbesondere in warmen Sommermonaten \u2013 das schwitzige Gef\u00fchl unter dem Armband und die damit verbundene unweigerliche allm\u00e4hliche Ansammlung von \u00bbSchmulk\u00ab auf und an dem Riemen st\u00f6rte, ich fand es zunehmend unangenehm und unhygienisch, egal, ob es ein metallenes Gliederarmband war oder eines aus Leder, Kunststoff, Gummi oder Stoff.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gespr\u00e4ch am Wirtshaustisch erinnerte mich jedoch daran, dass ich einst ein begeisterter Armbanduhrentr\u00e4ger war, mir oft und gern ausgefallene Uhren zulegte und sie regelrecht \u00bbsammelte\u00ab. Mit \u00bbausgefallen\u00ab meine ich keineswegs teuer. Nobeluhren interessieren mich nicht die Bohne, \u00fcberteuerte Protzchronometer lassen mich kalt. Nicht, weil sie au\u00dferhalb meines Budgets liegen \u2013 selbst wenn ich alles Geld der Welt bes\u00e4\u00dfe, w\u00fcrde ich mir keine Luxusuhr zulegen. Geh weg, mir egal, kein Interesse, langweilig, passt nicht zu mir.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein \u00bbausgefallen\u00ab ist anders definiert: originell, formsch\u00f6n und auff\u00e4llig \u2013 aber nicht schrill. Und tats\u00e4chlich bewahre ich in einer Schublade die sch\u00f6nsten meiner Uhren immer noch auf. Obwohl ich sie nicht mehr trage, konnte ich mich bisher nicht davon trennen. Alle sind noch funktionst\u00fcchtig, wenngleich ohne Batterien gelagert. Es folgt nun ein kleiner Blick in mein privates \u00bbUhrenmuseum\u00ab, ungef\u00e4hr in der Reihenfolge ihrer damaligen Anschaffung:<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"padding-top:0\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Seiko_Multi-Memory.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Seiko_Multi-Memory.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7623 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Seiko_Multi-Memory.jpg 1024w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Seiko_Multi-Memory-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Seiko_Multi-Memory-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Seiko_Multi-Memory-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"gap just\" style=\"padding-top:0;padding-left:0\">1983 brachte der japanische Uhrenhersteller SEIKO eine kleine Sensation auf den Markt: eine der ersten Digitaluhren mit Matrix-Display, etlichen Zeitmess- und Alarmfunktionen und \u2013 einem Textspeicher! Man konnte in sieben \u00bbMemo-Channels\u00ab jeweils einen alphanumerischen Textschnipsel mit sagenhaften 16 Zeichen L\u00e4nge ablegen, also insgesamt 112 Zeichen Speicherkapazit\u00e4t, das reichte manchmal sogar f\u00fcr einen elektronischen Spickzettel. Dieses Nerdjuwel musste ich unbedingt haben und so setzte ich die \u00bbMulti-Memory-Watch\u00ab D409 S auf meinen n\u00e4chsten Geburtstags-Wunschzettel \u2013 und wurde nicht entt\u00e4uscht.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"just\">Etwa zur gleichen Zeit begann der Siegeszug der \u00bbswatch\u00ab Plastik-Uhren. Die Uhr wurde zum erschwinglichen Modeaccessoire, jedes Jahr gab es neue Modelle mit schlichten oder exzentrischen Designs, in gedeckten Farben oder kunterbunt. Ich besa\u00df etwa 5\u20136 davon, manche habe ich als \u00bbSammlerst\u00fccke\u00ab nie getragen, in meiner Uhrenschublade befindet sich inzwischen keine mehr. Eine, an die ich mich aufgrund dieses Fotos noch erinnern kann und die ich eine Zeitlang trug, war das Modell \u00bbPinstripe\u00ab aus der Spring Summer Collection 1985.  <\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Swatch_Pinstripe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Swatch_Pinstripe.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7624 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Swatch_Pinstripe.jpg 1024w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Swatch_Pinstripe-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Swatch_Pinstripe-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Swatch_Pinstripe-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bahnhofsuhr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bahnhofsuhr.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7625 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bahnhofsuhr.jpg 1024w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bahnhofsuhr-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bahnhofsuhr-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bahnhofsuhr-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"gap just\">Von dem ebenfalls in der Schweiz ans\u00e4ssigen Uhrenhersteller MONDAINE kam 1986 die Handgelenksversion der klassischen \u00bbBahnhofsuhr\u00ab auf den Markt. Bis heute finde ich es ein bisschen schade, dass es nicht gelang, von der gro\u00dfen Mutter-Uhr auch das typische kurze Verharren des Sekundenzeigers auf der \u00bbZw\u00f6lf\u00ab und den nachfolgenden kleinen Ruck des Minutenzeigers zum n\u00e4chsten Markierungsstrich auf die Armbanduhr-Version zu \u00fcbertragen. Die Uhr wird bis heute in leicht ver\u00e4nderter Form <a href=\"https:\/\/de.mondaine.com\/collections\/offizielle-schweizer-bahnhofsuhr\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">immer noch produziert<\/a>. Ein Klassiker.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"just\">Dass man gar nicht unbedingt komplett sichtbare Zeiger oder Zahlen und Markierungen auf dem Zifferblatt braucht, beweist dieses sch\u00f6ne und schlichte Exemplar, das mir bis heute ausgesprochen gut gef\u00e4llt. Ein Hersteller oder Fabrikat ist auf dem Geh\u00e4use nicht vermerkt. Ein besonderes Detail sind die beiden wei\u00dfen Segmente des Stunden- und Minutenzeigers \u2013 sie wurden phosphoreszierend beschichtet und gl\u00fchen blassgr\u00fcn im Dunkeln. Das Geh\u00e4use ist tats\u00e4chlich nicht aus Kunststoff, sondern aus mattschwarz beschichtetem Metall.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ringe_Uhr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ringe_Uhr.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7626 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ringe_Uhr.jpg 1024w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ringe_Uhr-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ringe_Uhr-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ringe_Uhr-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Kapsel_Uhr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Kapsel_Uhr.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7627 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Kapsel_Uhr.jpg 1024w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Kapsel_Uhr-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Kapsel_Uhr-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Kapsel_Uhr-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"gap just\">Als Modell f\u00fcr Menschen mit guter Sehkraft (in der Schublade ohne Armband aufbewahrt) pr\u00e4sentiert sich dieses originelle chromgl\u00e4nzende Exemplar mit seinen zwei winzigen Zifferbl\u00e4ttern, eins f\u00fcr Stunden und Minuten und eins nur f\u00fcr die Sekunden. Auch hier wurde verst\u00e4ndlicherweise aus Platzgr\u00fcnden auf Zahlen und Markierungen verzichtet. Auf der R\u00fcckseite des Geh\u00e4uses ist der Schriftzug \u00bbMODERN TIME\u00ab eingraviert, es handelt sich wohl um eine Mode-Uhr \u2013 nicht besonders kostspielig, aber trotzdem sch\u00f6n schlicht und in puncto Design mit dem \u00bbgewissen Etwas\u00ab, wie ich nach wie vor finde.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"just\">An Wanduhren und Wecker der 1970er Jahre erinnert dieses deutlich sp\u00e4ter erworbene Modell im Retro-Design: eine \u00bbanaloge Digitaluhr\u00ab, bei der zur Abwechslung mal der \u00bbZeiger\u00ab als d\u00fcnne Linie stillsteht, sich aber daf\u00fcr die Scheiben der Zifferbl\u00e4tter darunter drehen. Auch die Anordnung der Zeitanzeige ist \u00bbandersherum\u00ab: Die Scheibe mit der Stundenanzeige ist die gr\u00f6\u00dfte, die mit dem kleinen roten Dreieck der Sekundenanzeige hat den kleinsten Radius. Genauso sch\u00f6n metallisch gl\u00e4nzend verkapselt wie die zuvor gezeigte Uhr mit den Mini-Zifferbl\u00e4ttern, aber etwas \u00bbmaskuliner\u00ab im Design.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Analoge_Digitaluhr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Analoge_Digitaluhr.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7629 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Analoge_Digitaluhr.jpg 1024w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Analoge_Digitaluhr-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Analoge_Digitaluhr-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Analoge_Digitaluhr-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Seiko_Kinetic.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Seiko_Kinetic.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7631 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Seiko_Kinetic.jpg 1024w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Seiko_Kinetic-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Seiko_Kinetic-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Seiko_Kinetic-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"gap just\">Noch einmal die Marke SEIKO, aber diesmal deutlich moderner als beim ersten gezeigten Modell. Ungef\u00e4hr 1990 brachte das Unternehmen Uhrenmodelle unter dem Namen KINETIC auf den Markt. Das Besondere: es waren \u00bbAutomatik-Quartzuhren\u00ab. Wie fr\u00fchere Automatik-Uhren bezogen sie die Energie f\u00fcr ihren Antrieb aus den Bewegungen des Tr\u00e4gers, aber hier wird kein mechanisches Uhrwerk aufgezogen, sondern eine Batterie aufgeladen, die das Quartzuhrwerk speist. Ein Batteriewechsel ist somit nicht mehr erforderlich. Cool finden, haben wollen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"just\">Ein Konkurrent der swatch-Uhren in einem vergleichbaren Preissegment, mit st\u00e4ndig neuen Kollektionen, aber einem deutlich nostalgischeren Designkonzept, ist die 1984 gegr\u00fcndete amerikanische Uhrenhersteller FOSSIL. Bei diesem Exemplar irgendwann aus den 1990er Jahren hatten es mir die Farb- und Formzitate technischer Ger\u00e4te aus den USA der sp\u00e4ten 1950er Jahren angetan, wie z.B. bei den damaligen Stra\u00dfenkreuzern oder K\u00fchlschr\u00e4nken. Auch der Schriftzug der Uhrenmarke wechselte bei FOSSIL oft passend zum Design der jeweiligen Uhr.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Fossil_tuerkis.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Fossil_tuerkis.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7630 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Fossil_tuerkis.jpg 1024w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Fossil_tuerkis-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Fossil_tuerkis-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Fossil_tuerkis-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"padding-top:0;padding-right:0;padding-bottom:0;padding-left:0\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Fossil_messing.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Fossil_messing.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7638 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Fossil_messing.jpg 1024w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Fossil_messing-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Fossil_messing-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Fossil_messing-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"gap just\">Meine zweite FOSSIL-Uhr bewegt sich stilistisch irgendwo zwischen 30er\/40er-Jahre Retro-Design und Steampunk. Statt einem gl\u00e4nzend silbernen Uhrengeh\u00e4use besitzt sie eins, das an mattes Messing erinnert und mit k\u00fcnstlicher Patina auf alt getrimmt ist. Das Modell stammt ebenfalls aus den 1990er Jahren, etwa als auch in meinem T\u00e4tigkeitsfeld Grafik-Design gerade eine Retro-Welle \u00bbangesagt\u00ab war und Designer wie <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.emuseum.ch\/people\/7403\/charles-spencer-anderson\/objects\" target=\"_blank\">Charles Spencer Anderson<\/a> oder die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.duffy.com\/timeline\" target=\"_blank\">Duffy Design Group<\/a> mit ihren nostalgischen Entw\u00fcrfen Erfolge feierten. Die Anschaffung der zu diesem Trend passenden Uhr war damit ein Muss.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"just\">Wer in den Achtziger Jahren die Schulbank dr\u00fcckte, erinnert sich sicherlich noch an die gl\u00fchenden Ziffern auf den Displays der damals g\u00e4ngigen programmierbaren wissenschaftlichen Taschenrechner, wie z.B. dem <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/TI-57\" target=\"_blank\">TI-57<\/a> von Texas Instruments. Diese Vorl\u00e4ufer- bzw. Konkurrenztechnik mit ihren relativ stromfressenden LED-Segmenten fand sich auch in einigen fr\u00fchen Digitaluhren. Sie zeigten zwecks Schonung der Batterie die Zeit nur auf Knopfdruck f\u00fcr einige Sekunden an. Dieses sch\u00f6ne Exemplar habe ich Anfang der 2000er Jahre f\u00fcr wenig Geld auf einem Flohmarkt ergattert und mit einem neuen Armband versehen.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/LED_Digitaluhr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/LED_Digitaluhr.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7628 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/LED_Digitaluhr.jpg 1024w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/LED_Digitaluhr-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/LED_Digitaluhr-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/LED_Digitaluhr-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unerf\u00fcllte Uhrenw\u00fcnsche<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top is-image-fill\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\" style=\"background-image:url(https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Chromachron.jpg);background-position:50% 50%\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Chromachron.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7634 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Chromachron.jpg 1024w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Chromachron-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Chromachron-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Chromachron-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"gap just\">Eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Uhr des Designers Tian Harlan, die in den 1980er\/1990er Jahren f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit auf dem Markt war und mir sehr gefiel, war die CHROMACHRON. Sie nannte sich \u00bbFarb-Zeit-Uhr\u00ab (der Werbeslogan lautete \u00bbDie Uhr, die Zeit hat\u00ab) und besa\u00df keinerlei Zeiger, sondern nur eine einzige schwarze Scheibe, deren 30\u00b0-Aussparung \u00fcber den zw\u00f6lf verschiedenfarbigen Stundensegmente des \u00bbZifferblatts\u00ab rotierte und nur <em>ungef\u00e4hr<\/em> anzeigte, wie sp\u00e4t es gerade war. Sicherlich kam man mit etwas \u00dcbung auf eine Genauigkeit von \u00b15 Minuten, aber diese Uhr war definitiv nichts f\u00fcr P\u00fcnktlichkeitsfanatiker. Lange hortete ich einen Prospekt dieses in limitierten Auflagen produzierten Designerst\u00fccks, aber der damalige Kaufpreis von mehreren hundert DM lag weit au\u00dferhalb meines Budgets \u2013 und so blieb es beim Begehren.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Noch unerreichbarer war eine ebenfalls limitierte Uhr nach einem Entwurf von Andy Warhol, die Ende der 1980er Jahre vom Uhrenhersteller MOVADO angeboten wurde. Der Name des Kunstobjekts war \u00bbTimes\/5\u00ab (Ansicht: siehe <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.uhren-schmuck-kunst.de\/andywarhol\/die-andy-warhol-times5-uhr.html\" target=\"_blank\">Link 1<\/a> \/ <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/archive.watch.de\/archive_germany\/movado-andy-warhol-5-times-museum-watch-limitiert-249-250-vintage.html\" target=\"_blank\">Link 2<\/a>). Es war eigentlich nicht nur <em>eine<\/em> Armbanduhr, sondern umfasste <em>f\u00fcnf<\/em> rechteckige, voll funktionale Uhrengeh\u00e4use, die durch Scharniere miteinander zu einem breiten tragbaren Armband verbunden waren. Auf den f\u00fcnf zahlenlosen Zifferbl\u00e4ttern, unter den signalroten Zeigern, waren verschiedene von Andy Warhol aufgenommene Schwarzwei\u00df-Fotografien der Skyline Manhattans zu sehen. Am n\u00e4chsten durfte ich dieser Uhr einmal im Schaufenster eines Juweliers\/Uhrenh\u00e4ndlers in M\u00fcnster kommen, wo ich zu dieser Zeit studierte und so konnte ich das Objekt der Beigierde zumindest einmal aus 30 cm Entfernung durchs Sicherheitsglas anschmachten. F\u00fcr die Uhr wurde damals nach meiner Erinnerung ein Preis von 10.000\u201315.000 DM verlangt, was nat\u00fcrlich jeden finanzierbaren Rahmen sprengte. <em>H\u00e4tte<\/em> ich sie mir allerdings damals leisten k\u00f6nnen, w\u00e4re sie heute (allerdings nur ungetragen) ein Vielfaches wert.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1999 bin ich ununterbrochen im Besitz eines Handys oder Smartphones und so hie\u00dfen meine Zeitmesser fortan Siemens C25, Nokia 3310, Motorola RAZR V3, Nokia 6131 oder iPhone. Die kann ich zwar nicht am Handgelenk tragen \u2013 aber das Bezahlen geht inzwischen damit genauso gut wie mit einer Armbanduhr.<\/p>\n<div class=\"likebtn_container\" style=\"clear:both;\"><!-- LikeBtn.com BEGIN --><span class=\"likebtn-wrapper\"  data-identifier=\"post_7622\"  data-site_id=\"5ec2910b6fd08bbb5dd94e1f\"  data-theme=\"heartcross\"  data-lang=\"de\"  data-show_dislike_label=\"true\"  data-share_enabled=\"false\"  data-counter_frmt=\"period\"  data-tooltip_enabled=\"false\"  data-i18n_like=\"gern gelesen\"  data-i18n_dislike=\"gefiel mir nicht\"  data-i18n_after_like=\"gern gelesen\"  data-i18n_after_dislike=\"gefiel mir nicht\"  data-i18n_like_tooltip=\"gern gelesen\"  data-i18n_dislike_tooltip=\"gefiel mir nicht\"  data-i18n_unlike_tooltip=\"\u2764\ufe0f entfernen\"  data-i18n_undislike_tooltip=\"\u274c entfernen\"  data-i18n_popup_close=\"schlie\u00dfen\"  data-i18n_popup_text=\"Danke f\u00fcr Deine Bewertung!\"  data-style=\"\"  data-unlike_allowed=\"\"  data-show_copyright=\"\"  data-item_url=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/2023\/05\/03\/uhrschlamm\/\"  data-item_title=\"Uhrschlamm\"  data-item_date=\"2023-05-03T23:18:26+02:00\"  data-engine=\"WordPress\"  data-plugin_v=\"2.6.60\"  data-prx=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-admin\/admin-ajax.php?action=likebtn_prx\"  data-event_handler=\"likebtn_eh\" ><\/span><!-- LikeBtn.com END --><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche, w\u00e4hrend meines Kurzurlaubs in M\u00fcnchen, war ich in gr\u00f6\u00dferer Runde zu Gast im \u00bbGiesinger Br\u00e4ust\u00fcberl\u00ab. 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