{"id":9040,"date":"2023-12-28T19:03:26","date_gmt":"2023-12-28T18:03:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/?p=9040"},"modified":"2024-01-09T14:42:38","modified_gmt":"2024-01-09T13:42:38","slug":"nasenchronik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/2023\/12\/28\/nasenchronik\/","title":{"rendered":"Nasenchronik"},"content":{"rendered":"\n<p>Gestern erschien in meiner Facebook-Chronik ein <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/bettina.schipping\/posts\/pfbid0kvw4kEtWepejzF4CqzGAPryTEd3pgtkvQEZDiXdXTHkqLp981wLMvjdiGPgLjjgwl\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">sch\u00f6ner Beitrag der Cartoonistin Bettina Schipping<\/a> (nur sichtbar f\u00fcr verbundene FB-Freunde) mit dem Titel \u00bbMutters Duft\u00ab. Er war ein bisschen geschrieben wie ein Blogartikel und erz\u00e4hlte sehr anschaulich von der besonderen Verbindung, die die Autorin von Jugendtagen an mit dem Parfum&nbsp;\u00bbCoco\u00ab von Chanel hatte und wie dieser Duft, eher unbeabsichtigt, zu \u00bbihrem\u00ab Duft wurde. Diesen Bericht habe ich gerne gelesen und er stie\u00df in mir Gedanken an, welche Ger\u00fcche, D\u00fcfte, Parfums f\u00fcr mich so pr\u00e4gend waren, dass ich mich bis heute daran erinnern kann oder ganz bestimmte Orte, Personen oder Situationen eindeutig damit verbinde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die fr\u00fchesten Ger\u00fcche, an die ich mich erinnern kann, haben wenig mit Parfum zu tun. Ein Geruch, der zwar etwas speziell ist, den ich aber nie als unangenehm empfand, war der Geruch in den R\u00e4umen der Fleischerei meiner Gro\u00dfeltern m\u00fctterlicherseits. Hier war ich als Kind schon von Geburt an mit den Eltern regelm\u00e4\u00dfig zu Besuch und ich muss etwa 4 oder 5 Jahre alt gewesen sein, als ich dieses Aroma bewusst wahrnahm und in meinem Geruchsged\u00e4chtnis abspeicherte: es ist ein Gemisch aus sehr frischem, rohem Fleischgeruch (sicherlich auch tierisches Blut), etwas metallisch, dem Duft verschiedener Gew\u00fcrze und gewerblichen Reinigungsmitteln. Viele Fleischereien riechen sehr \u00e4hnlich, auch aus dem Abluftgitter der Fleischerei \u00bban der Ecke\u00ab nahe meiner Wohnadresse in Hamburg weht dieser Geruch ab und zu auf den Gehsteig und ich muss dann sofort an Omas und Opas Laden denken. <\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite fr\u00fchesterinnerte Geruch ist wesentlich unangenehmer. Schon als Kleinkind litt ich h\u00e4ufig, und wohl \u00f6fter als \u00fcblich, an vereiterten, entz\u00fcndeten Mandeln, so dass der damalige Kinderarzt dazu riet, die allzuoft kr\u00e4nkelnden Organe \u00bbrauszunehmen\u00ab. So kam es, dass ich \u2013 ebenfalls ungef\u00e4hr mit 4 oder 5 Jahren&nbsp;\u2013 dazu meinen ersten Krankenhausaufenthalt erlebte. Die An\u00e4sthesie damals, es war Anfang der 1970er Jahre, wurde in der betreffenden Klinik noch mit \u00c4ther vorgenommen und der unangenehme medizinisch-s\u00fc\u00dfliche Geruch, welcher der Gummimaske entstr\u00f6mte, die mir vor dem Eingriff aufs Gesicht gedr\u00fcckt wurde, hat sich sehr nachhaltig in mein Geruchsged\u00e4chtnis eingepr\u00e4gt. Gl\u00fccklicherweise ist er im Alltag kaum irgendwo sonst anzutreffen, so dass mir Flashbacks an diesen Eindruck seither weitestgehend erspart blieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwieriger an einem konkreten Kindheitsalter festzumachen sind meine Erinnerungen an \u00bbechte\u00ab D\u00fcfte von Parfums oder Kosmetikartikeln, aber es m\u00fcssten ebenfalls die 1970er Jahre gewesen sein, in denen ich ihnen begegnete. Mein Vater nutzte nach der Gesichtspflege lange Zeit ein Rasierwasser namens \u00bbTabac Original\u00ab, einen Duft, der seit 1959 und <a href=\"https:\/\/www.tabac.de\/\">bis heute erh\u00e4ltlich ist<\/a>. Ob die Rezeptur und der Duft immer noch dieselben sind, kann ich nicht sagen, vielleicht sollte ich mal in einem Gesch\u00e4ft eine Geruchsprobe vornehmen und pr\u00fcfen, ob auch dieses Bouquet mich zur\u00fcck in meine Kindheit versetzt. An ein bestimmtes Parfum meiner Mutter aus dieser Zeit kann ich mich nicht erinnern, wohl aber an den Geruch ihrer bevorzugten Haarspraymarke \u00bbElnett\u00ab, auch dieses Produkt ist bis heute in fast unver\u00e4ndertem Design erh\u00e4ltlich. Wie die illustrierte Dame auf der Spraydose pflegte auch meine Mutter damals ihr Haar zu \u00bbtoupieren\u00ab, ehe sie ihre fertige Frisur mit dem Aerosol aus der Dose fixierte. Eine weitere Erinnerung habe ich an den Duft zweier Pflegeprodukte, die damals oft in unserem Badezimmer standen: Das eine war das popul\u00e4re \u00bbSchauma\u00ab-Shampoo mit der damals eine zeitlang sehr beliebten Duftnote \u00bbgr\u00fcner Apfel\u00ab, das andere war ein Schaumbad, dessen Marke bzw. Name ich nicht mehr erinnere (es war, glaube ich, irgendwas mit \u00bbS\u00ab am Anfang) <em>[Update: ich habe es tats\u00e4chlich <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/brand-history.com\/henkel-central-eastern-europe-gmbh\/sopree\/sopree-neu-duft-baden-mit-sopree-erleben-sie-ein-vollig-neues-badegefuhl-mit-sopree-duftschaumbad-reicher-schaum-umschmeichelt-die-haut-der-bad\" target=\"_blank\">im Netz wiedergefunden<\/a>, der Badezusatz hie\u00df \u00bbSopree\u00ab!]<\/em> und mit dessen karamellfarbener Kunststoffflasche ich undeutlich die Illustration einiger Bl\u00fctenkelche verbinde. Die Duftnote nannte sich \u00bbSandelholz\u00ab und auch diesen Duft habe ich bis heute in der Nase. Wenn ich erk\u00e4ltet war, rieb mir meine Mutter die Brust mit \u00bbWick VapoRub\u00ab ein und auch dieses zu Tr\u00e4nen reizende und dennoch nicht absto\u00dfende kampferartige Aroma ist bis heute fest in meinem Duftspeicher verankert. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Omas standen damals im Schlafzimmer und Badezimmer oft Flakons der Kaufhausduftw\u00e4sser \u00bbNonchalance\u00ab,  \u00bbTosca\u00ab und \u00bb4711\u00ab, letzteres kann ich noch einigerma\u00dfen memorieren, wie die ersten beiden rochen, leider nicht. Daf\u00fcr habe ich noch den Duft von \u00bbFenjala\u00ab in der Nase, das es bei der Oma v\u00e4terlicherseits ebenfalls als Badezusatz gab und das dann eben mangels altersgerechter Alternativen auch f\u00fcr meine Kindervollb\u00e4der zur Anwednung kam (manchmal war es tats\u00e4chlich ein Kinderschaumbad namens \u00bbPlantschi\u00ab vorr\u00e4tig, aber hier sehe ich heute nur noch \u2013 ohne jegliche Dufterinnerung \u2013 dessen typische gelbe Plastikflasche vor meinem geistigen Auge). Die andere Oma hatte neben einem Schaumbad in der Duftrichtung \u00bbLatschenkiefer\u00ab auch stets eine medizinische Salbe in Anwendung, deren Geruch ich damals als sehr angenehm empfand und sie mir deshalb ab und zu d\u00fcnn auf die H\u00e4nde auftrug. Die Salbe war hellbraun und halbdurchsichtig (vermutlich eine Rezeptur auf Basis von Wachs oder Vaseline) und hatte einen Duft, der stark an Vanille erinnerte. Ich erinnere mich auch noch an die Farbgebung der flachen kreisrunden Blechdose, in der die Salbe verpackt war. In der Aufsicht war sie halb wei\u00df, halb \u00bbhimbeerrot\u00ab, den Namen des Produkts erinnere ich allerdings nicht mehr <em>(Update: Per Kommentar erhielt ich den netten Hinweis auf den Namen der Salbe, sie hie\u00df <a href=\"https:\/\/picclick.de\/Salbendose-Blechdose-f%C3%BCr-Peru-Lenicet-Dr-Rudolf-Reiss-Chemische-144047353286.html\">PERU-LENICET<\/a> und ist bis heute erh\u00e4ltlich)<\/em>. Jene Oma wohnte damals aus Altersgr\u00fcnden im Haushalt von Onkel (Mutters Bruder) und Tante und auch hier waren wir mit der Familie h\u00e4ufig zu Besuch. Unter der Treppe, die zu Omas Wohnbereich im ersten Stock f\u00fchrte, gab es ein winziges, nie geheiztes G\u00e4steklo. Die Klobrille war insbesondere im Winter eisig kalt, das brotscheibenwinzige Handwaschbecken hatte nur einen Kaltwasserhahn und die Dufterinnerungen, die ich fest mit dieser frostigen Kammer verbinde, waren die Ger\u00fcche der \u00bbLukiluft\u00ab-Raumsprays, die dort bereitstanden. Meist war es die Sorte \u00bbFlieder\u00ab, aber auch \u00bbZitrone\u00ab fand sich ab und zu auf der Fensterbank.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich hatten auch die Wohnr\u00e4ume von Onkeln, Tanten, Omas und Opas ihren ganz eigenen Geruch, der aber so unspezifisch war, dass ich ihn nicht beschreiben k\u00f6nnte. Nur manche \u00bbEcken\u00ab stachen in ihrer Aromatik so charakteristisch hervor, dass sie erinnerbar und beschreibbar sind. Bei den Gro\u00dfeltern v\u00e4terlicherseits war dies zum einen das Arbeitszimmer des Opas, das nach Holz und M\u00f6belpolitur, betagten Sitzpolstern, altem Papier aus dem B\u00fccherschrank und einem eigent\u00fcmlichen Hauch von B\u00fcromaterial roch (Stempelkissen? Farbb\u00e4nder? Tinte?). Unter der Treppe im Hausflur f\u00fchrte eine dunkle, verwinkelte Steintreppe hinab in den Heizungskeller, und sowie die Spanplattent\u00fcr zu diesem Kellerabgang aufschwang, wurde man von einer Wolke aus Heiz\u00f6lgeruch und leicht feuchtem \u00bbKellermuff\u00ab umweht, deren Geruch ich gleichfalls bis heute nicht vergessen habe. Hinten im Vorratskeller, dessen R\u00fcckwand direkt an den felsigen Berghang hinter dem Haus grenzte, roch es nach Eingemachtem, nach Kartoffeln, \u00c4pfeln, Staub und feuchtem Gestein und da ich mich w\u00e4hrend der Ferien bei dieser Oma schon als Kind ungehindert aus ihren Vorr\u00e4ten bedienen durfte, um meine ersten improvisierten Koch- und Backversuche zusammenzur\u00fchren, habe ich auch den Geruch nach Mehl, Gew\u00fcrzen, trockenen Kr\u00e4utern und anderen trockenen Zutaten aus ihrem K\u00fcchenschrank bis heute in der Nase, ebenso den Duft aus ihrer Waschk\u00fcche, wenn die Kochw\u00e4sche in der alten Waschmaschine rotierte. Abends deckte mich die Oma in ihrem kleinen G\u00e4stezimmer mit einem monstr\u00f6s volumin\u00f6sen Federbett zu, das mit duftiger reinwei\u00dfer Bettw\u00e4sche bezogen war und dessen Geruch ich bis heute nirgendwo anders je wieder wahrnahm.<\/p>\n\n\n\n<p>A propos \u00bbOpas alte B\u00fccher\u00ab: einer der gespeicherten Ger\u00fcche aus fr\u00fcher Kindheit war ebenfalls in einem B\u00fccherschrank zu Hause. Von meiner Mutter hatte ich ein schon reichlich zerlesenes und vergilbtes Buch mit den klassischen M\u00e4rchen der Gebr\u00fcder Grimm geerbt. Der arg l\u00e4dierte Papp-Umschlag war mit \u00bbd-c-fix\u00ab-Klebefolie umh\u00fcllt und so einigerma\u00dfen haltbar restauriert worden, leider war dadurch das Original-Cover nicht mehr sichtbar. Das Buch, es muss Ende der 1930er Jahre erschienen sein, war tats\u00e4chlich noch in Frakturschrift gesetzt und mit zahlreichen Aquarellen der Illustratorin Ruth Koser Michaels bebildert (die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/grimmbilder.fandom.com\/de\/wiki\/Der_Gevatter_Tod_(Illustrationen)?file=Gevatter_Tod_R_Koser_Michaels.jpg\" target=\"_blank\">Illustration zum M\u00e4rchen \u00bbGevatter Tod\u00ab<\/a> stand mir noch eindr\u00fccklich vor Augen). An die M\u00e4rchen erinnere ich mich noch gut, es waren die urspr\u00fcnglichen Versionen mit oftmals sehr grausamen Enden \u2013 die \u00bbb\u00f6sen\u00ab Protagonist*innen mussten in gl\u00fchenden Schuhen tanzen, verst\u00fcmmelten sich die F\u00fc\u00dfe (\u00bbRuckediguh, Blut ist im Schuh\u00ab) oder wurden in mit N\u00e4geln gespickten F\u00e4ssern zur Strafe H\u00fcgel hinuntergerollt. Angst bereitete mir das interessanterweise nicht, ich nahm es mit dem Gleichmut des die Welt der B\u00fccher erkundenden Kindes hin. Dieses M\u00e4rchenbuch hatte ebenfalls einen ganz eigenen Geruch. Das alte, br\u00e4unlich gealterte Papier verstr\u00f6mte einen geheimnisvollen, leicht muffig-staubigen Geruch, dem ich danach auch bei anderen alten B\u00fcchern oder in antiquarischen Buchhandlungen wieder begegnete.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Bruder meines Vaters war damals schon sowohl Lehrer als auch Schulleiter und wohnte im selben Dorf wie die Gro\u00dfeltern. Das war praktisch, denn so konnte ich dank seiner Zugangsm\u00f6glichkeit in den Ferien immer mal wieder durch das ansonsten menschenleere Schulgeb\u00e4ude stromern und mich zudem mit B\u00fcchern aus der Schulbibliothek f\u00fcr meine Ferienlekt\u00fcre eindecken. Und so geh\u00f6rt auch der ganz eigene Duft der verlassenen Schule nach Linoleum, Bohnerwachs, Kreide und Bastelmaterial zu meinen Kindheitserinnerungen. Aus meiner Schulzeit abseits der Ferien habe ich noch den scheu\u00dflichen Geruch des mit altem Kreidewasser getr\u00e4nkten Tafelschwamm in der Nase und auch das s\u00e4uerlich-muffige Odeur der Sport-Umkleide, von dem man unweigerlich im eigenen Turnbeutel ein Quentchen mit nach Hause nahm, hat sich bis heute dort festgesetzt. Riechen Schulen und Umkleiden heute immer noch so?<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den Ger\u00fcchen der Schul- und Klassenr\u00e4ume gab es aber auch allerlei Ger\u00fcche, die ich mit Spielzeugen und Werkstoffen verbinde, mit denen ich mich damals besch\u00e4ftigte. Seit jeher hatte ich als Kind gerne \u00bbgebastelt\u00ab und kann mich heute noch an die D\u00fcfte diverser Klebstoffe erinnern, vom eher harmlosen Prittstift \u00fcber den gelbschwarzen Alleskleber-Tubenklassiker UHU, den milchiggelben Pattex-Kleber bis hin zum seltsam marzipan\u00e4hnlich duftenden, wei\u00df-pastosen \u00bbPelikanol\u00ab-Kleber, den man aus einer Alu-Schraubdose mit einem beigef\u00fcgten Pinsel auf die Klebefl\u00e4chen auftragen musste. Verschiedene Knetmassen hatten ihren ganz eigenen typischen Geruch, einerseits die leicht fettig anmutende \u00bbnormale\u00ab Knete, andererseits der s\u00fc\u00dflichere Geruch der Markenknetmasse \u00bbPlay Doh\u00ab oder das charakteristische Aroma der aus \u00bbFimo\u00ab gekneteten und anschlie\u00dfend im heimischen Backofen dauerhaft geh\u00e4rteten Werkst\u00fccke. Ebenfalls dem Backofen entstr\u00f6mte der Plastikgeruch des Bastelgranulats \u00bbSchmelzolan\u00ab, das zu bunten Scheiben verschmolzen und, mit Schn\u00fcren zu Girlanden oder Mobiles kombiniert, etliche Fenster damaliger Familienhaushalte zierte. Der Geruch des ersten Chemie-Experimentierkastens. Eine neu gekaufte Schlumpffigur. Frisch angespitzte Buntstifte oder Bleistifte. Das Deckwei\u00df und die Farbn\u00e4pfe aus dem \u00bbPelikan\u00ab-Schulmalkasten. Edding-Marker. Plakafarbe. Wachsmalstifte. Radiergummis. In den mit Spiel und Kreativit\u00e4t verbrachten Stunden liegt ebenfalls ein ganzer Kosmos eigener Geruchserinnerungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem elterlichen Zuhause sind bei mir ansonsten nur noch einige spezifische Essensger\u00fcche haftengeblieben, die mich begr\u00fc\u00dften, wenn ich aus der Schule heimkam und die Mutter (ehe sie sp\u00e4ter wieder berufst\u00e4tig war) das Mittagessen zubereitet hatte. So war auf Anhieb klar, wenn es Fischst\u00e4bchen, Eierpfannkuchen, Bohnensuppe (mit Bohnenkraut) oder Kartoffelpuffer gab, oder wenn sie ab und zu einen R\u00fchrkuchen buk.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, viele Ger\u00fcche und D\u00fcfte meiner Jugend geh\u00f6ren bei vielen Kindern \u2013 zumindest denen aus meiner Generation \u2013 zu einer Art \u00bbkollektivem Erinnerungsschatz\u00ab. Im Sommer war das der Geruch von Sonnenmilch und Chlor- oder Salzwasser, vielleicht dazu Pommes vom Freibadkiosk, im Winter der Duft von hei\u00dfem Kakao, wenn man nach stundenlangem Rodeln aus dem Schnee wieder heimkam. Die Ger\u00fcche beliebter damaliger S\u00fc\u00dfigkeiten, etwa After Eight, Wrigley Spearmint, Hubba Bubba, Schaumzucker-Erdbeeren, fl\u00fcssig gef\u00fcllte Erfrischungsst\u00e4bchen, Butterkekse, Lakritzschnecken oder Kirschlollis. Der Geruch von klarem Zitronensprudel (nicht Sprite!), von \u00bbCaro Kaffee\u00ab oder Malzbier. Lenor-Weichsp\u00fcler, Odol Mundwasser, B\u00fcgel-Spr\u00fchst\u00e4rke. Es war der Geruch der 1970er und fr\u00fchen 1980er Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Jahre sp\u00e4ter musste ich, begleitend zu meinem Studium der \u00bbKommunikationsgestaltung\u00ab insgesamt sechs Monate gestalterische Praktika vorweisen, die ich wahlweise auch auf mehrere verschiedene Betriebe aufteilen durfte. Und auch aus dieser Zeit sind D\u00fcfte und Ger\u00fcche in meinem Ged\u00e4chtnis h\u00e4ngengeblieben. Aus der vierw\u00f6chigen T\u00e4tigkeit in einer Siebdruckerei nahm ich die Aromen von PVC-Folien, Druckfarben und L\u00f6sungsmitteln mit. Die Chefin einer kleinen Werbagentur, wo ich drei weitere Monate verbrachte, spr\u00fchte sich vor Kundenterminen regelm\u00e4\u00dfig mit \u00bbFendi Donna\u00ab ein, ein Parfum, dessen schwarzpfeffrige Note ich als sehr angenehm empfand. Und aus der zweiten Agentur, die mich aufnahm, blieb mir vor allem der Geruch des Spr\u00fchklebers in Erinnerung, mit dem ich in einem eigens abgetrennten Verschlag regelm\u00e4\u00dfig die gro\u00dfen Bl\u00e4tter mit Skizzen, Entw\u00fcrfen und Layouts auf Pr\u00e4sentationspappen aufkaschieren musste.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr \u00bbrichtige\u00ab Parfums begann ich mich selbst erst zu interessieren, als ich selbst genug Geld verdiente, um mir die vergleichsweise teuren Duftkreationen leisten zu k\u00f6nnen. Ich glaube, mein erstes eigenes Parfum als fr\u00fcher \u00bbTwen\u00ab war \u00bbFahrenheit\u00ab von Dior, ein bis heute sehr pr\u00e4senter Duft in meiner olfaktorischen Ged\u00e4chtnisbibliothek. Es folgten der Klassiker \u00bbCool Water\u00ab von Davidoff und \u00bbNightflight\u00ab von Joop!, ein Duft, nach dessen Aufspr\u00fchen ich stets sofort mehrfach niesen musste. Im Badezimmer meiner ersten eigenen Wohnung reservierte ich eigens ein gl\u00e4sernes Regal f\u00fcr die angeschafften Flakons, deren Bestand sich bald zu einer regelrechten Sammlung ausweitete. \u00bbTommy\u00ab von Hilfiger, die frischwindigen D\u00fcfte \u00bbL\u2019Eau D\u2019Issey\u00ab und \u00bbL\u2019Eau par Kenzo\u00ab, das w\u00fcrzige \u00bbFendi Uomo\u00ab, \u00bbAcqua di Gi\u00f2\u00ab von Armani, der Unisexduft \u00bbcK One\u00ab, das veilchenlakritzige \u00bb\u00c8go\u00efste\u00ab und sp\u00e4ter das elegante \u00bbAllure\u00ab von Chanel, der Feldflaschenflakon des BOSS-Duftes \u00bbHugo\u00ab und etliche andere. Und auch hier gehen die Dufterinnerungen \u00fcber die reine Wahrnehmung der Kopf-, Herz- und Basisnoten hinaus. Mit \u00bbBackground\u00ab von Jil Sander verbinde ich einen sehr romantischen One-Night-Stand und auch das holzige Aroma von \u00bbBOSS\u00ab ist f\u00fcr mich eng und durchaus positiv verkn\u00fcpft mit einer Art \u00bbAff\u00e4re\u00ab, die zwar etwas l\u00e4nger w\u00e4hrte, aber dann irgendwann genauso verflog wie der Duft.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Zeit \u00e4nderten sich meine Gewohnheiten bez\u00fcglich kosmetischer D\u00fcfte und ich k\u00f6nnte nicht einmal genau sagen, woran das lag. Das Interesse an komplexen, eigens komponierten Eaux de Toilette lie\u00df nach, inzwischen verwende ich sie eigentlich nur noch, wenn besondere Anl\u00e4sse, Veranstaltungen oder Feierlichkeiten anstehen. Stattdessen wuchs seither in meinem Badezimmer die Sammlung an Duschgel-Varianten, die zumeist nur dezent nach <em>einer einzigen<\/em> oder sehr wenigen, eindeutig identifizierbaren aromatischen Ingredienz duften. Vorr\u00e4tig sind derzeit u.a. Zimt, <a href=\"https:\/\/nae-erboristeria.ch\/de\/uebersicht\/koerperpflege\/freschezza\/freschezza-erfrischendes-duschgel.html\">Thymian-Rosmarin<\/a>, schwarzer Pfeffer, Kokos, <a href=\"https:\/\/www.originalsource.de\/products\/dusche\/hemp-shower-gel\/\">Hanf<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.yves-rocher.de\/koerper\/duschgels-und-mehr\/duschgel\/duschbad-kaffeebohne-400ml\/p\/07360\" target=\"_blank\">Kaffeebohnen<\/a>, Schokolade, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.erbolario.de\/de\/linien\/die-duftlinien\/mughetto-maigl%C3%B6ckchen\/maigl%C3%B6ckchen-bade-duschgel-250ml-352.html?search_query=mughetto&amp;results=3\" target=\"_blank\">Maigl\u00f6ckchen<\/a>, Honig, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.trehs.com\/de\/sarner-latsche-body-hair-2\" target=\"_blank\">Kiefer<\/a>, Minze, <a href=\"https:\/\/finnkiosk.de\/product_info.php?info=p2402_vaasan-aito-suihkusaippua-terva-teer-duschgel--250-ml.html\">Birkenteer<\/a> (riecht wie Lagerfeuer!) oder <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.trehs.com\/de\/bergheu-duschgel\" target=\"_blank\">Bergheu<\/a>. Davon bleibt nach dem Duschen, in Kombination mit einem unparf\u00fcmierten Deodorant, genug Duft \u00fcbrig, um hinreichend frisch durch den Tag zu kommen. Gef\u00f6rdert wurde diese Vorliebe zu mehr Dezenz sicherlich auch durch die mit Maske durchlebte Zeit in der \u00d6ffentlichkeit w\u00e4hrend der Corona-Pandemie. Nie zuvor empfand ich viele Menschen als so \u00fcberm\u00e4\u00dfig von Duftw\u00e4ssern unterschiedlichster Preiskategorien durchtr\u00e4nkt wie direkt nach der R\u00fcckkehr zu einem weitestgehend maskenlosen Alltag. Offenbar hatte die Nasenisolation unter dem FFP2-Filter die Empfindlichkeit der Riechzellen gesteigert und das wohl auch bezogen auf die eigene Fremdduftintensit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht hat meine so entstandene Vorliebe f\u00fcr \u00bbsingul\u00e4re\u00ab D\u00fcfte auch ein bisschen damit zu tun, dass ich den Duft fast aller K\u00fcchenkr\u00e4uter so sehr mag. Ob Lorbeer, Korianderk\u00f6rner, Zimt, Ingwer oder Basilikum \u2013 seit mittlerweile Jahrzehnten hege und pflanze ich in den Blumenk\u00e4sten auf meinem Balkon haupts\u00e4chlich Kr\u00e4uterpflanzen an, die ich in der K\u00fcche verwenden kann. Aber bei jedem Gie\u00dfen, Eintopfen, Pflegen oder Ernten geh\u00f6rt es f\u00fcr mich auch dazu, vorsichtig an einigen Bl\u00e4ttchen zu reiben und diese herrlichen D\u00fcfte von den Fingerspitzen zu inhalieren. Und ich merke, da ich dies schreibe, dass die f\u00fcr mich bedeutsamen Aspekte des Themas \u00bbKr\u00e4uter, Gew\u00fcrze und Aromen in der K\u00fcche\u00ab schon wieder genug Gedanken f\u00fcr einen eigenen Blogartikel wecken. Malkukken.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Zum Schluss wie immer die freundliche Einladung, gerne eigene Kommentare, Gedanken, Erinnerungen an D\u00fcfte und Ger\u00fcche hier <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/fnordon.de\/@formschub\/111659544074362958\" target=\"_blank\">oder auf Mastodon<\/a> zu hinterlassen. Mich w\u00fcrde sehr interessieren, wie weit zur\u00fcckreichend, dominant oder lebendig Euer Duftged\u00e4chtnis ist.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-gray-color has-text-color\"><strong>Edit:<\/strong> Seit ich den Artikel ver\u00f6ffentlicht habe, fallen mir st\u00e4ndig noch weitere D\u00fcfte und Ger\u00fcche ein, die ich mit speziellen Momenten verbinde. Eher angenehm: Der Geruch, wenn man im Sp\u00e4therbst zum ersten Mal die Heizung aufdreht und der Raum f\u00fcr einige Stunden nach dem erhitzten Staub riecht, der sich versteckt auf dem Heizk\u00f6rper abgesetzt hat. Der Geruch, wenn es in einem hei\u00dfen Sommer lange nicht geregnet hat und ein Platzregen endlich den staubigen Boden klatschnass durchfeuchtet hat. Der Geruch, wenn an einem kalten Wintertag ganz pr\u00e4sent \u00bbSchnee in der Luft liegt\u00ab, der dann auch kurz danach f\u00e4llt. Frisch gem\u00e4hter Rasen oder trockenes Heu. Der Duft beim Mandarinensch\u00e4len. Wie ein voller Staubsaugerbeutel riecht. Der Geruch aus einem Karton oder einer Truhe, z.B. auf dem Dachboden, mit lange darin aufbewahrten Kleidungsst\u00fccken oder Textilien. Die Rauchschwaden einer soeben verloschenen Kerze. Die Aromen von Zuckerwerk, Schmalzkuchen und Imbissgerichten, die auf einem Jahrmarkt durch die Menschenmenge wehen. Ein frisch angez\u00fcndetes Streichholz. Nicht so sch\u00f6n: Volle M\u00fclleimer im Hochsommer. Nasser Hund oder Hundekacke unterm Schuh. \u00dcbler Mundgeruch bei Gespr\u00e4chskontakt auf kurze Distanz. Dunkle Beton-Unterf\u00fchrungen, die als Urinal missbraucht wurden. Es ist ein unendliches, ebenso ber\u00fchrendes wie absto\u00dfendes, sinnliches Universum.<br> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/duftgedaechtnis.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9066\" srcset=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/duftgedaechtnis.jpg 1024w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/duftgedaechtnis-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/duftgedaechtnis-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/duftgedaechtnis-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/duftgedaechtnis-900x900.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der bunte Kosmos erinnerter D\u00fcfte (Versuch einer Visualisierung mit dem K.I.-Bildgenerator \u00bbMidjourney\u00ab und Bildmontage in Photoshop)<\/figcaption><\/figure>\n<div class=\"likebtn_container\" style=\"clear:both;\"><!-- LikeBtn.com BEGIN --><span class=\"likebtn-wrapper\"  data-identifier=\"post_9040\"  data-site_id=\"5ec2910b6fd08bbb5dd94e1f\"  data-theme=\"heartcross\"  data-lang=\"de\"  data-show_dislike_label=\"true\"  data-share_enabled=\"false\"  data-counter_frmt=\"period\"  data-tooltip_enabled=\"false\"  data-i18n_like=\"gern gelesen\"  data-i18n_dislike=\"gefiel mir nicht\"  data-i18n_after_like=\"gern gelesen\"  data-i18n_after_dislike=\"gefiel mir nicht\"  data-i18n_like_tooltip=\"gern gelesen\"  data-i18n_dislike_tooltip=\"gefiel mir nicht\"  data-i18n_unlike_tooltip=\"\u2764\ufe0f entfernen\"  data-i18n_undislike_tooltip=\"\u274c entfernen\"  data-i18n_popup_close=\"schlie\u00dfen\"  data-i18n_popup_text=\"Danke f\u00fcr Deine Bewertung!\"  data-style=\"\"  data-unlike_allowed=\"\"  data-show_copyright=\"\"  data-item_url=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/2023\/12\/28\/nasenchronik\/\"  data-item_title=\"Nasenchronik\"  data-item_date=\"2023-12-28T19:03:26+01:00\"  data-engine=\"WordPress\"  data-plugin_v=\"2.6.59\"  data-prx=\"https:\/\/www.formschub.de\/blog\/wp-admin\/admin-ajax.php?action=likebtn_prx\"  data-event_handler=\"likebtn_eh\" ><\/span><!-- LikeBtn.com END --><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern erschien in meiner Facebook-Chronik ein sch\u00f6ner Beitrag der Cartoonistin Bettina Schipping (nur sichtbar f\u00fcr verbundene FB-Freunde) mit dem Titel \u00bbMutters Duft\u00ab. 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