Oktober

Nachdem ich gestern Abend vor dem Schlafengehen im Bett noch etwas in dem Gedichtband »Oktober« aus diesem schönen Jahreslyrikschuber geschmökert hatte, überkam mich heute morgen – auch noch im Bett – der Drang, mal selber ein Oktobergedicht zu schreiben. Um der Flüchtigkeit meiner Social-Media-Chroniken zumindest ein bisschen mehr Beständigkeit entgegenzusetzen, teile ich es in der finalen Fassung nun auch hier.

Es ist Oktober,
kaum kann man es fassen,
wie schnell der Sommer
doch vorbeigesaust.
Das Helle, Warme
weicht dem Trüben, Nassen,
kaum vor der Tür,
ist man schon sturmzerzaust.

Die Herbstklischees,
ich kann sie nicht mehr hören,
von Kürbis, buntem Laub
und gold’nen Tagen.
O, wie mich Nebel, Frost
und Zwielicht stören!
Nur Reimen hilft,
das Elend zu ertragen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.