Isso.

Über manche Themen wird endlos diskutiert. Kontrovers. Leidenschaftlich. Emotional. Abwegig. Beleidigend. Oder voller Hass. Aber dann gibt es mitten in dem Stimmenwirrwarr einzelne Menschen, welche Gedanken äußern, die sich so richtig anfühlen wie die Sonne an einem blauen Sommerhimmel. Und auf einmal bekomme ich eine warme, trotz aller Dispute hoffnungsvolle Ahnung davon, wie es sein könnte, wenn sich diese Gedanken wie ein gesunder, weiser Virus verbreiteten und die ganze Welt ansteckten. Hier sind drei davon.


Durch Ralf Königs Comics erlebte ich mein Coming-out als Hetero. Seine Comics erlaubten mir, mich auf den Gedanken einzulassen, wie es wäre, einen Mann zu lieben. Sie machten mir Mut, mich zu fragen, wo ich stehe. Auszuprobieren, was mir gefällt. Und aufgrund dieser Erfahrungen laut sagen zu können: Ich liebe Frauen. Nicht weil es die Norm ist. Sondern weil es sich für mich persönlich stimmig anfühlt.

(Comiczeichner Flix im Tagesspiegel. Der Text über seinen Kollegen wurde verfasst anlässlich der Ehrung Ralf Königs für dessen Lebenswerk auf dem Internationalen Comic-Salon Erlangen 2014)



(Foto: © Kristine Speare | Quelle: tumblr, das Bild zeigt ihren Vater)



(Foto: Sarah-Lena Gombert | Quellen: RuhrNachrichten, Twitter)