Freitagstexter – Gewinner

Tja. Ungeachtet des Jubels, Boostens, Favens und Retweetens anlässlich der neuen Runde zum (Weihnachts-)Freitagstexter und trotz Öffnung in Richtung Mastodon und Twitter blieb der »Ansturm« an Beiträgen leider ziemlich überschaubar, wahrte jedoch die gewohnt hohe Qualität der Einreichungen. Ob nun fehlende Aufmerksamkeit und Muße durch die Festivitäten an Weihnachten und Silvester schuld waren oder der durch »Melon Dusk« hervorgerufene Twitter-Exodus, ob es eine generelle Social-Media-Müdigkeit gibt, es an meiner Bildauswahl lag, am Blogsterben, am Klimawandel, der Inflation oder an der Aura unseres aktuellen Bundesministers für Digitales (und Verkehr), die wie ein Millefeuille aus Phlegma, Blei, Asphalt und Unwille über diesem Land liegt – ich vermag es nicht zu sagen. Vielleicht war auch mein ausgeknobeltes System mit neuerdings drei Teilnahmekanälen inklusive modularem Hashtag zu kompliziert. Wer andere Mutmaßungen oder eine Meinung dazu hat: ich würde mich sehr freuen, diese in den Kommentaren zu erfahren.

However – wir haben einen Gewinner. Ich werde es wie letztes Mal machen und nur den ersten Platz verkünden. Es gab vier Beiträge direkt hier im Blog in der Kommentarspalte und unter dem Hashtag #ftx5122 einen weiteren bei Mastodon. Die zielführende Handhabung der Hashtagsuche bei Mastodon erwies sich als nicht allzu vertrauenerweckend, ich hoffe, ich habe trotz mehrfacher Suche mit verschiedenen Apps und Endgeräten keine Einreichung auf Twitter und Mastodon übersehen und bitte um Nachricht, falls doch.

Mein Siegerbeitrag kommt diesmal von derherrgott:
„Es rentiert sich einfach nicht mehr“, sagte sich der etwas in die Jahre gekommene Dienstleister und entschied sich für einen finalen, technologiekritischen Treppenwitz.

Ich gratuliere herzlich, übergebe den Staffelstab jedoch mit einem gewissen Gefühl der Ratlosigkeit darüber, ob und wie der Freitagstexter weiter an Fahrt gewinnen kann. Sollte es eine weitere Runde geben, werde ich jedoch selbstverständlich mein Bestes geben, den Aufruf möglichst weiträumig zu teilen. Malkukken.


    Update: Im Spam-Kommentarordner zu diesem Freitagstexter habe ich noch einen Beitrag außer Konkurrenz gefunden, den euch nicht vorenthalten möchte, da er ebenfalls erstaunlich gut zum Wettbewerbsbild passt:
    Ihr Geld funktioniert auch, wenn Sie schlafen.

    Freitagstexter, 23.12.2022 – Christmas Edition

    Herzlichen Dank an Mathias Piecha (@Lassitudor@troet.cafe) für den Pokal beim letzten Freitagstexter-Wettbewerb! Der im November von mir wiederbelebte, einst überaus populäre Spaßtextwettbewerb krankt leider noch etwas an sehr mäßiger Teilnahme. Bevor ich das nun aber als Zeichen überinterpretiere, den Freitagstexter wieder einzustellen, möchte ich ihn gerne auf neue Kanäle ausweiten und schauen, ob das wieder zu regeren Einreichungen führt.

    Doch zunächst in Kürze noch mal die Regeln:

    1. Der Freitagstexter ist ein traditionsreicher humorvoller Contest für alle, die gerne mit Worten spielen, texten oder schreiben – egal, ob aus Spaß und/oder beruflich und hatte seine bisherige Glanzzeit in den frühen 2000er Jahren. Es geht im Wesentlichen darum, für ein online gepostetes Foto eine möglichst witzige, originelle, passende oder abwegige Bildunterschrift zu finden (auf englisch: »caption this!«).
    2. Der Wettbewerb startet immer im Laufe eines Freitags, bislang fast ausschließlich im Blog des jeweiligen Gastgebers und endet am nachfolgenden Dienstag Abend um Mitternacht. Aber da Blogs mittlerweile etwas aus der Mode gekommen zu sein scheinen bzw. neue Portale, Medien und Kanäle hinzukamen, die beliebter und einfacher zu nutzen sind, möchte ich das gerne ausweiten (s.u.)
    3. Zu gewinnen gibt es nichts Materielles. Der Gewinner, der die »beste« Bildunterschrift verfasst hat, wird komplett nach eigenem Ermessen und ohne Begründung durch den aktuellen Gastgeber erkoren (der auch das Bildmotiv ausgewählt und veröffentlicht hatte). Die Bekanntgabe des Gewinners durch den Host erfolgt online im Laufe des Mittwochs nach Teilnahmeschluss. Der »Preis« ist, dass der Gewinner zum neuen Gastgeber wird und – auf mindestens einer Onlineplattform seiner Wahl – am darauffolgenden Freitag seinerseits ein ausgewähltes Bild postet und zur Teilnahme aufruft. Dann beginnt das Ganze von vorn.
      (Ergänzende Anmerkung: idealerweise sollte der Gastgeber entweder eigene Veröffentlichungsrechte oder die Genehmigung des Urhebers für das gepostete Foto besitzen oder ein Foto nutzen, dessen Nutzung z.B. im Rahmen einer Creative-Commons-Lizenz gestattet ist.)

    Ich werde diesmal zwei Dinge ändern: Zum einen möchte ich aufgrund der bevorstehenden Feiertage (an denen die meisten anderes vorhaben als im Internet Quatsch zu posten, oder? ODER???) die Laufzeit diesmal ausnahmsweise von einer auf zwei Wochen erhöhen. Zum anderen werde ich auch die Kanäle Twitter und Mastodon bei der Teilnahme hinzuziehen. Damit ich Beiträge am Ende der Teilnahmefrist leichter finden und sie zudem von Kommentaren unterscheiden kann, die zwar Replys, aber keine Wettbewerbsbeiträge sind, möchte ich ein Hashtag einführen. Dieses setzt sich zusammen aus

    #ftx (für Freitagstexter) + zweistellige Angabe der Kalenderwoche + zwei Schlussziffern des Jahres

    Das Hashtag für die aktuelle Spielrunde hier bei mir lautet also #ftx5122
    Hier im Blog müsst Ihr in Kommentaren das Hashtag natürlich nicht benutzen, nur auf Mastodon oder Twitter.

    Und hier nun das aktuelle Foto. Lasst die Tasten qualmen – und teilt gerne diesen Artikel oder den Teilnahmeaufruf auf Euren bevorzugten Plattformen.
    Teilnahmeschluss ist der Dienstag nach Silvester, also der 03. Januar 2023 um 24:00 Uhr.

    Caption this!

    Foto: © Jan Ingemansen on Flickr | Licensed under CC BY-NC 2.0

    Freitagstexter – Gewinner

    Juhu, die erste Hürde ist genommen! Immerhin vier wackere Recken trugen ihre Kurzprosa zum Revivalbild des Freitagstexters in die Kommentarspalte ein. Ich hatte zwar insgeheim mit einer ganzkleinbisschen größeren Resonanz gerechnet, aber es reicht für eine Siegerehrung und das ist schließlich die Hauptsache.

    Das Küren des Gewinners möchte ich allerdings aufgrund der überschaubaren Beteiligung etwas anders gestalten als urspünglich angedacht: Denn würde ich tatsächlich unter vier Einreichungen die »Top 3« ausrufen, führte das zu einem sehr einsamen und völlig zu Unrecht unrühmlich anmutenden vierten Platz und das fände ich doof. Deshalb küre ich hier heute nur einen Gewinner und behalte meine Rangfolge der dahinterliegenden drei Beiträge für mich. 😎

    Mein Favorit unter den Teilnehmenden ist der Beitrag von drikkes:
    »Augenklappentext is the new Bildunterschrift.«

    Herzlichen Glückwunsch, danke fürs Mitmachen und ich hoffe, es kommt zu einer weiteren Runde mit steil ansteigenden Teilnehmerzahlen!

    Vielleicht braucht der Freitagstexter ja tatsächlich ein paar Experimente, um 2022ff neu auf die Spur zu kommen: vorstellbar wäre etwa eine »geschlossene« Runde nur bei Twitter oder Mastodon – mit einem eigenen Hashtag, wie z.B. #ftxt46_2022 (die 46 wäre dann die Kalenderwoche). Oder einen zweiwöchigen Rhythmus mit etwas mehr Zeit, um Teilnehmer zu motivieren? Schreibt Ideen und Anregungen gern auch hier in die Kommentare.

    Schaumerma.

    Freitagstexter, 11.11.2022

    Jetzt, wo so viele von uns, ob Internet­veteranen, Blog­pioniere oder Twitter­methusalems, gerade in so schöner nostalgischer Stimmung sind und wir entweder aus der fluffigen Mastodonloge oder vom schwankenden Twitterdeck mit einer Mischung aus Wehmut und Popcorn­verlangen die kostspielige Havarie unseres geliebten Zwitscher­portals verfolgen, scheint mir ein Versuch naheliegend, die Wieder­belebung eines weiteren legendären Netz­rituals anzuregen: es geht um den »Freitagstexter«.

    Für diejenigen, die es nicht kennen: Um 2008/2009 herum gab es in der Blogo­sphäre jede Woche eine Art kreativen »Staffellauf« unter dem obigen Namen, der sich wie folgt abspielte:

    1. Den Staffelstab besaß der/die Gewinner*in des Freitagstexter-Wettbewerbes der voran­­gegan­genen Woche. Er oder sie musste ein Blog besitzen, um daran teil­nehmen zu können.
    2. Auf dem eigenen Blog veröffentlichte die Person am Freitag nach ihrem Pokal­gewinn ein skurriles, rätselhaftes oder anderweitig inspirierendes Foto, für das sie freies Veröffentlichungsrecht oder eigenes Urheberrecht besaß.
    3. Die Netz­gemeinde war damit aufgefordert, ab sofort möglichst originelle und kreative Bild­unter­schrift­en/Begleit­texte in den Kommen­taren des Blogartikels zu hinterlassen. Die Anzahl der Kommentare pro Person war nicht begrenzt.
    4. Am nachfolgenden Dienstag um Mitternacht wurden die Kommentare geschlossen und von dem/der Blog-Gastgeber*in gesichtet. Die drei besten Kommentare (subjektiv und nach eigenem Ermessen bewertet) wurden am Tag darauf in einem neuen Blogartikel bekanntgegeben und für Platz 1 der symbolische »Freitagstexter-Pokal« verliehen.
    5. Der/die Gewinner*in bekam damit den Staffelstab weitergereicht und war somit verbindlich aufgefordert, am nachfolgenden Freitag die nächste Bild­betextungs­runde im eigenen Blog zu starten.
    6. Repeat.

    Inzwischen sind Blogs möglicherweise ein wenig aus der Mode gekommen und das Kommentieren und Posten im Netz spielt sich hauptsächlich auf Social-Media-Plattformen ab. Für den Freitagstexter ist es meiner Meinung nach aber durchaus hilfreich, die Wettbewerbs­teilnahme auf ein Blog zu beschränken, denn dort versammeln sich die Kommentare übersichtlich und konzentriert an einem Ort. Ich denke, es wäre zeitaufwendiger, anstrengender und damit auch etwas motivations­hemmender, müsste sich der/die Gastgeber*in nach Ende des Wettbewerbs alle Kommentare – sei es auch unter einem eindeutigen Hashtag – auf einer oder mehreren Social-Media-Portalen zusammensuchen. Das Risiko ist hoch, dass dabei etwas übersehen wird, die Top 3 müssen bei der Siegerehrung umständlich verlinkt werden, nicht alle Teilnehmer sind überall registriert oder aktiv – das birgt viel Potenzial für Missmut und Unstimmigkeiten. Deshalb starte ich den heutigen Versuch der Reanimation des Freitagstexters auch ganz altmodisch ausschließlich über mein Blog.

    Man kann natürlich als künftiger Pokalgewinner auch ohne eigenes Blog Freitagstexter-Host sein und im Falle des Pokalgewinns den Wettbewerb auf einer (idealerweise einzelnen) Plattform eigener Wahl, wie z.B. Facebook, Twitter, Mastodon oder Instagram veranstalten. Dann muss man sich allerdings bewusst sein, dass man die Teilnahme am Wettbewerb auf Menschen beschränkt, die dort einen Account haben (wollen).

    Hier ist jedenfalls erstmal Euer dieswöchiger Schnappschuss. Der Abgabeschluss für Eure Bildunterschriften und Textideen ist Dienstag, der 15.11.2022 um 24:00 Uhr. Ich freue mich auf eine rege Teilnahme!

    Ein paar Freitagstexter-Beiträge von damals™ gibt’s bei Interesse zum Nachlesen auch hier im Blog.

    Photo by Alan Light on Flickr | Licensed under CC BY 2.0

    re:publicadebüt

    Das war sie nun – meine erste re:publica. Seit zwölf Jahren hatte ich das bunte Treiben auf dem (bis vor kurzem) jährlich stattfindenden Festival stets interessiert online verfolgt, die Besucher still ein bisschen beneidet, ohne je selber dort gewesen zu sein. Entweder gab es Terminkollisionen mit Urlaubsplänen, zu viel Arbeit im Job, kein Geld für ein Ticket, fehlende »Traute«, sich unter die coolen Internetpeople zu mischen oder andere Hinderungsgründe. Doch dieses Jahr hat es endlich geklappt.

    Nach drei Tagen zwischen drei Hallen, sechs Bühnen, zahllosen parallel stattfindenden Panels und der Qual der Auswahl war mein Kopf am Freitag Abend nach dem Closing dann auch proppenvoll. Ich erlitt im besten Sinne täglich ein Stendhal-Syndrom, irgendwo zwischen dem Impuls, möglichst wenig zu verpassen und gleichzeitig meine Aufnahmefähigkeit nicht zu überfordern. Da ich tatsächlich ein eher schüchterner Mensch bin und zudem ständig von Bühne zu Bühne eilte, waren die Begegnungen mit »echten« Internetleuten zwar seltener als ich vorab gedacht hatte, aber das war letztlich auch gar nicht so schlimm, denn WANN HÄTTE ICH MIT DENEN DENN AUCH NOCH SPRECHEN SOLLEN? Immerhin habe ich ein gutes Dutzend von weitem erkannt, sei es als Teilnehmer auf einer der Stages oder kurz im Gewimmel der Besuchermenge.

    Ich will auch gar keinen detaillierten Bericht verfassen, denn wozu sollte ich etwas nacherzählen, was andere Anwesende ebenfalls erlebt oder woanders im Netz bereits nachgelesen oder angeschaut haben? Und außerdem waren die Vielzahl der Themen, die Breite des Angebots und die Flut der Eindrücke viel zu groß, um sie hier auch nur annähernd überschaubar zusammenzufassen.

    Es ging um Zukunftsforschung. Diversität. Resilienz. Ukrainekrieg. Lügenkultur. Artenschwund. Hasskommentare. Digitalpolitik. Klimakrise. Science Fiction. Transrechte. Deepfakes. Wissenschaftsjournalismus. Verschwörungserzählungen. Alkoholismus. Twitter. Moos. Computerspiele. KI. Mehrheitsmotivation. Robotermusik. Komplexitätsforschung. Insekten. Faschismusstrategien. Tortendiagramme. Mobilitätswende. Erschöpfung. Nachhaltigkeit. Toleranz. Improvisation. Dystopien. Markenbildung. Depressionen und – Darmwinde (und das sind nur die Stichworte zu den Sessions, bei denen ich zumindest teilweise anwesend war).

    Was ich aber empfunden und mitgenommen habe: die re:publica 2022 war nicht nur eine der vielfältigsten, interessantesten und inspirierendsten Veranstaltungen, die ich jemals besucht habe sondern auch eine, die die Welt so sieht und lebt, wie ich es mir überall und jeden Tag auch »draußen« wünschen würde. Mit tausenden Menschen, die in ihrer Individualität und Würde respektiert werden, unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Orientierung, ihrem Geschlecht und ihrem Erscheinungsbild. Mit Veranstaltern, die sich mit Herzblut engagieren, die ein eingeschworenes Team bilden, die eine Vision haben, die dieses Event in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft ausrichten. Mit Vortragenden, die – trotz aller teils deprimierenden Themen und düsteren Entwicklungstendenzen auf diesem Planeten und in diesen Zeiten – immer auch mögliche Strategien zum Gegensteuern und Handeln aufzeigten. Mit einem Publikum, das sich begeistern und mitreißen ließ, das neugierig ist, mentale Grenzen überwinden will, etwas dazulernen, konstruktiv diskutieren, andere Sichtweisen verstehen und annehmen kann, Kontroversen sachlich und zum gemeinsamen Besten überkommen will und an besseren, positiven Zukunftsvisionen mitwirken möchte. Und letztlich als ein Event, das Diversität akzeptiert und fördert, an Barrierefreiheit denkt, Nachhaltigkeit vorlebt, Besucher für fleischlose Ernährung interessieren möchte, Awareness aktiv und unterstützend fördert und mit der Kreativität und Power der »Netzgemeinde« und anderer Gleichgesinnter die Welt und die Gesellschaft inspirieren und voranbringen möchte.

    Ich sage danke, re:publica, für diese anstrengenden, bunten, nachdenklichen, amüsanten, befruchtenden und hochinteressanten Tage und freue mich auf ein Wiedersehen – wann immer das sein wird. Vielleicht (und hoffentlich!) blows me the wind ja schon nächstes Jahr wieder hin.

    Egg Clock Pop

    So, es gibt nun bei Spotify auch eine Popmusik-Version der Eierkoch-Playlist.

    Es war deutlich schwieriger, Tracks mit genau der passenden Länge zu finden, weshalb ich die Toleranz bei der Spieldauer im Vergleich zu den Klassik-Stücken (±1 Sekunde) auf ±3 Sekunden erhöhen musste. Zudem unterscheidet sich »Mainstream-Pop« auch in der Länge der Titel deutlich von Klassik – gefühlt 90% aller Songs sind unter 4 Minuten lang, deutlich weniger zwischen 5 und 7 Minuten und ab 8 Minuten wird die Luft richtig dünn. Mir blieben nur zwei Auswege: die Einbeziehung von »Extended«-Remixes und zwei Ausflüge ins benachbarte Genre »Ambient/Electronic« (Underworld und Chicane), wo die Tracks naturgemäß etwas länger sind.

    Ansonsten gelten dieselben Eierparameter, Titelreihenfolgen und Kochzeit-Richtwerte wie bei den Tabellen der Klassik-Playlist. Enjoy!

    Titel 1–12: Eier aus dem Kühlschrank (ca. 7 °C)

    KonsistenzGröße SGröße MGröße LGröße XL
    weichTitel 1 (4:00)Titel 2 (4:30)Titel 3 (4:56)Titel 4 (5:30)
    wachsweichTitel 5 (6:00)Titel 6 (6:38)Titel 7 (7:22)Titel 8 (8:13)
    hartTitel 9 (8:15)Titel 10 (9:05)Titel 11 (10:06)Titel 12 (11:06)

    Titel 13–24: Eier mit Zimmertemperatur (ca. 20 °C)

    KonsistenzGröße SGröße MGröße LGröße XL
    weichTitel 13 (3:03)Titel 14 (3:22)Titel 15 (3:45)Titel 16 (4:11)
    wachsweichTitel 17 (5:03)Titel 18 (5:34)Titel 19 (6:12)Titel 20 (6:54)
    hartTitel 21 (7:16)Titel 22 (8:01)Titel 23 (8:55)Titel 24 (9:57)

    Die tatsächliche Spieldauer der einzelnen Titel weicht zumeist um ±3 Sekunden von der empfohlenen Kochzeit ab.

    (Hinweis: Die unten eingebettete und oben im Text verlinkte Playlist spielt die Titel nur für angemeldete Spotify-Nutzer in voller Länge aus.)

    Foto: © formschub

    Egg Clock Baroque

    Die Suche nach dem ultimativen Gargeheimnis für das perfekt gekochte Ei ist wohl mindestens so alt wie der Eierbecher. Der eine mag sein Ei hart mit krümeligem Dotter, der andere liebt es »wachsweich«. Gourmets kochen es im Sous-vide-Wasserbad bei exakt 64,5 ºC zwischen 45 Minuten und 60 Minuten als japanisches »Onsen-Ei« und Loriot meinte, eine Hausfrau habe es im Gefühl, wenn das Ei weich sei (ihr Gatte war bekanntermaßen anderer Meinung). Wahre Eierkoch-Nerds können sogar die Temperatur ihres Frühstückseies nebst Durchmesser oder Gewicht vor dem Kochen ermitteln und mit diesen Werten anhand einer Formel die Kochzeit bis zum gewünschten Gargrad – gemessen anhand der Dotter-Innen-Endtemperatur – ausrechnen. Die Wege zum perfekt gekochten Ei sind so individuell wie die subjektiven Vorlieben bei dessen Verzehr.

    Ich persönlich mag mein Ei am liebsten mit vollständig koaguliertem Eiweiß (schon als Kind hasste ich den weißen »Glibber«, der nach zu kurzem Kochen das Dotter umgab), das Eigelb darf am Rand gerne hellgelb gegart sein, sollte aber möglichst noch einen großtenteils flüssigen Kern haben. Meine Faustregel für den favorisierten Ei-Endzustand lautete bisher: 7 Minuten und 30 Sekunden Kochzeit bei einem Ei mit Größe M (laut Packungsaufdruck), bei Zimmertemperatur gelagert und gemessen ab dem Moment, wenn es ins sprudelnd kochende Wasser gelegt wird.

    Mit einer Spieldauer von 7 Minuten und 43 Sekunden liegt der erste Satz »Allegretto« des Violinkonzerts Es-Dur von Franz Benda auf der CD »Concerti« (Accent ‎ACC 24215, 2009) ziemlich dicht an dieser Faustregel, wie der Mann kürzlich herausfand. Und tatsächlich kam das gekochte Ei, nachdem es vom Ensemble »Il Gardellino« in seinem brodelnden Wasserbad damit befiedelt wurde, einem perfekten Ergebnis bemerkenswert nah. Das brachte mich auf die Frage, ob es – neben mechanischen Kurzzeitweckern, Sanduhren, digitalen Timern, Stoppuhren und ähnlichem Zeitmessgerät – nicht auch schon eine »Eierkoch-Playlist« gibt, mit der jeder – je nach seiner persönlich präferierten Verzehrkonsistenz, der Eiergröße und der Lagertemperatur – sein Ovulum ganz einfach während der Spieldauer des passenden Musikstücks garen kann. Natürlich erfordert auch diese Idee eine gewisse Vereinfachung der Ausgangsparameter Größe/Gewicht und Temperatur, aber nach einer kurzen Recherche war ich sicher: es geht.

    Die geeignete Basis für die benötigte »Eierkochmatrix« entdeckte ich auf der Website philognosie.net, die sich seit 2001 das Ziel setzt, praktisch nutzbares Wissen aller möglichen Themengebiete auf seriöser Grundlage zu sammeln und aufzubereiten. Unter der Überschrift »Perfekte weiche und harte Eier kochen« finden sich dort zwei Tabellen: eine für Eier aus dem Kühlschrank (ca. 7 °C) und eine für Eier, die bei Zimmertemperatur gelagert wurden (ca. 20 °C). Die Eier sind jeweils in vier Gewichtsklassen sortiert: S (bis 53 g), M (>53–63 g), L (>63–73 g) und XL (>73 g) und als Kochziele sind »weich«, »wachsweich« und »hart« verfügbar. Macht pro Tabelle zwölf empfohlene Zeitangaben, bei zwei Tabellen also 24 Kochzeitempfehlungen.

    Nun musste ich »nur noch« 24 Musiktitel ausfindig machen, deren Spieldauer möglichst exakt den Angaben in den Tabellen entsprechen. Von Franz Benda kommend, entschied ich mich, auf dem Feld der Barockmusik zu bleiben (mit Haydn und Mozart als »Ausreißer« der Wiener Klassik) – sie ist frühstückstauglich, kompatibel mit dem Musikgeschmack einer recht breiten Bevölkerungsgruppe, relativ unabhängig von musikalischen Trends, trotz ihres kompositorischen Anspruchs melodiös und gefällig und es gibt eine unglaubliche Auswahl an Werken, Stücken und Aufnahmen. Der Rest war »Handarbeit«: Ich suchte mir ein gutes Dutzend bekannter und weniger bekannter Komponisten heraus, scrollte durch endlose Tracklistings, pickte Stücke mit einer möglichst genau passenden Spieldauer (±1 Sekunde) heraus und brachte sie pro Tabelle in eine sinnvolle Reihenfolge. Und hier ist sie: die Spotify-Playlist »Eierkochklassik«.

    Update: es gibt inzwischen auch eine Popmusik-Version der Playlist.

    Ich freue mich über Eure Erfahrungsberichte beim Ausprobieren!

    Titel 1–12: Eier aus dem Kühlschrank (ca. 7 °C)

    KonsistenzGröße SGröße MGröße LGröße XL
    weichTitel 1 (4:00)Titel 2 (4:30)*Titel 3 (4:56)Titel 4 (5:30)*
    wachsweichTitel 5 (6:00)*Titel 6 (6:38)*Titel 7 (7:22)Titel 8 (8:13)
    hartTitel 9 (8:15)Titel 10 (9:05)Titel 11 (10:06)*Titel 12 (11:06)

    Titel 13–24: Eier mit Zimmertemperatur (ca. 20 °C)

    KonsistenzGröße SGröße MGröße LGröße XL
    weichTitel 13 (3:03)Titel 14 (3:22)*Titel 15 (3:45)Titel 16 (4:11)
    wachsweichTitel 17 (5:03)Titel 18 (5:34)*Titel 19 (6:12)Titel 20 (6:54)*
    hartTitel 21 (7:16)Titel 22 (8:01)Titel 23 (8:55)Titel 24 (9:57)*

    Die tatsächliche Spieldauer der mit * markierten Titel weicht um ±1 Sekunde von der empfohlenen Kochzeit ab.

    (Hinweis: Die unten eingebettete und oben im Text verlinkte Playlist spielt die Titel nur für angemeldete Spotify-Nutzer in voller Länge aus.)

    Hömma!

    In freundlicher Zusammenarbeit mit Audible

    Ich weiß jetzt schon, dass dies vermutlich ein Beitrag ist, der mir künftig bei der Blogpflege einiges an Mühsal bereiten wird, weil im Text so viele Verlinkungen mit Hörbeispielen und Videos vorkommen und diese ja meist nicht ewig funktionieren. Aber wie soll man über Stimmen schreiben, wenn man sie nicht auch hören kann? Deshalb die vielen Links – denn Stimmen sind heute mein Thema.

    Foto: © formschub

    Die Idee dazu kam mir, als ich neulich mal wieder eine Folge der Serie »Vikings« sah und merkte, dass mich die deutsche Synchronstimme einer der auftretenden Figuren, König Olaf, irritierte. Irgendwoher kannte ich sie, aber »anders gesprochen«, nicht so rauh und gepresst. Fast die gesamte Folge lang suchte ich in meinem Kopf nach der Assoziation, die die Stimme auslöste, bis es mir endlich einfiel – es war die älter intonierte Stimme des deutschen Synchronsprechers Detlef Bierstedt von Commander Will Riker alias Jonathan Frakes aus Star Trek – The Next Generation. Hätte ich »Vikings«, wie manch andere Serie, in der Originalfassung gesehen, wäre mir diese Irritation erspart geblieben – einer der möglichen Nachteile einer deutschen Synchronisation.

    Stimmen der Kindheit

    Aber deutsche Synchronstimmen sind trotzdem was Tolles. Wenn ich versuche, mich an die frühesten Stimmen fiktiver Figuren aus Hörspielen und Filmen zu erinnern, die mir einfallen, sind vermutlich die ersten aus meiner Kindheit »Dick und Doof« alias Oliver Hardy und Stan Laurel, gesprochen von Bruno W. Pantel als Olli und Walter Bluhm als Stan (Walter Bluhm begegnete mir später wieder als die Stimme von Mr. Stringer in den »Miss-Marple«-Verfilmungen mit Margaret Rutherford). Mit einer stimmlichen One-Man-Show sorgte auch Hanns-Dieter Hüsch als Off-Stimme bei den ZDF-Fernsehbearbeitungen der Laurel-und-Hardy-Filme und in den Slapstick-Episoden »Väter der Klamotte« für meine nachhaltige Erheiterung als Kind. Dicht dahinter folgen Ernie und Bert aus der »Sesamstraße«, deren unverwechselbare deutsche Stimmen Gerd Duwner und Christian Rode beisteuerten, und die »Nachbarn« des Puppenduos: Schlemihl, Sherlock Humbug (beide Horst Stark), Grobi (u.a. Karl-Ulrich Meves) und das Krümelmonster (u.a. Alexander Welbat).

    Etwa im selben Alter, noch in der Grundschule, hörte ich auf meinem kleinen orangefarbenen Cassettenrecorder bis zum tränenreichen Bandsalat das Hörspiel »Eine Woche voller Samstage« und erinnere mich bis heute an die Stimme von Peter Schiff als Sams-Adoptivpapa Herr Taschenbier, der kurioserweise auch die deutsche Stimme des rebellierenden Bordcomputers HAL in »2001 – Odyssee im Weltraum« ist.

    Mit dem ersten eigenen Plattenspieler hielten die EUROPA-Hörspiele Einzug in mein Kinderzimmer und mit ihnen »Hui Buh, das Schlossgespenst«, gesprochen von Hans Clarin in Begleitung von Wolfgang Kieling als »König Julius der Einhundertelfte«.

    Vom leichten Grusel der Hui-Buh-Geschichten weitete sich meine Vorliebe dann zu Beginn der Teenagerzeit unter anderem aus auf Klassiker wie »Dracula« (ebenfalls ein EUROPA-Hörspiel), dessen unheimliche Inszenierung mir im Nachhinein manch schlaflose Nacht bereitete, aber ich wollte das ja schließlich nicht anders. Gesprochen wurde die Geschichte von der einzigartigen Stimme Hans Paetschs; den blutrünstigen Grafen verkörperte ebenso einprägsam Charles Regnier.

    Und dann das Fernsehen! Auch das Kinderprogramm pflegte damals extra Programmankündigungen durch Ansagerinnen und zumindest an die warme Stimme von Heidrun von Goessel kann ich mich noch gut erinnern. Inzwischen dem Grundschulalter entwachsen, erlaubten mir die Eltern, die 70er-Jahre-Klamauk-Show »Klimbim« anzusehen und somit gehören auch die Stimmen von Ingrid Steeger und Elisabeth Volkmann in mein Stimmenschatzkästchen. Letztere begleitete mich als die Stimme von Marge in der deutschen Fassung der »Simpsons« bis in die Gegenwart, zumindest solange, bis – nach ihrem Tode – Anke Engelke diesen Part gekonnt übernahm. In die memorablen Stimmen aus der »Comedy-Ecke« gehören auch Hape Kerkeling, Otto Waalkes, Dieter Hallervorden (Didi in »Nonstop Nonsens«) und seine Sketchpartnerin Rotraut Schindler, deren Stimme ich gerne auch nach Didi gerne noch viel öfter woanders gehört hätte – und natürlich Loriot und Evelyn Hamann, die mir nicht nur durch den einzigartigen Humor des »Meisters«, sondern auch durch ihr brillantes Spiel mit Sprache und Stimme im Gedächtnis geblieben sind (Update und danke an den Kommentar von Carsten, der mich auf das peinliche Versäumnis der Erwähnung der beiden hinwies!).

    Was fällt mir zu Kino- und Spielfilmen aus Jugendtagen ein? Natürlich die bis heute als Klassiker geltenden Komödien des »französischen HB-Männchens« Louis de Funès, dem zwar im Laufe seines Filmschaffens verschiedene deutsche Sprecher die Stimme verliehen, aber in meinem Kopf höre ich aus meinem Filmfavoriten »Brust oder Keule« zuerst immer Gerd Martienzen. Eine grandiose Frauenstimme aus dieser Zeit verbinde ich auch mit dem Disney-Abenteuer »Bernard und Bianca«, in dem die rauchige Stimme der Synchronsprecherin Gisela Fritsch die Bösewichtin Madame Medusa für mich zum Leben erweckte (Leider habe ich zu diesem Film keine deutsche Hörprobe gefunden).

    Unter den Klassikern der Siebziger darf auch »Ein Herz und eine Seele«, eine der ersten deutschen »Sitcoms«, nicht unerwähnt bleiben, denn auch dort erklang eine Stimme, die ich im Kopf mit mir trage: Elisabeth Wiedemann und ihr immer leicht pikierter, hanseatischer Tonfall als duldsame Gattin von »Ekel Alfred«.

    Aus den Achtzigern erinnere ich mich vor allem an zwei Stimmen, die wegen ihres vermeintlich »erotischen« Timbres populär wurden: der raunende Radiobass Elmar Gunsch und Susi, die leicht frivole Off-Stimme aus Rudi Carrells Kuppelshow »Herzblatt«. Und auch wenn mich beide Stimmen persönlich nicht ansprachen, habe ich sie dennoch bis heute im Ohr.

    Ab 1990 wurden in Deutschland die ersten Folgen von »Star Trek – The Next Generation« ausgestrahlt – für mich als Fan der Originalserie ein Muss. Seit jeher war ich angetan von der perfekt passenden, unterkühlten Synchronstimme Mr. Spocks (Herbert Weicker) und nun kam mit Ernst Meincke für Captain Picard (Patrick Stewart) ein ebenbürtiger Stimmnachfolger im Star-Trek-Universum hinzu, einige Jahre später (1996) eroberte Kate Mulgrew als Captain Kathryn Janeway mit der deutschen Stimme von Gertie Honeck den Delta-Quadranten. Ein weiteres sprachliches Star-Trek-Feature ist, dass die weibliche Computerstimme in fast allen Star-Trek-Folgen Majel Barrett gehört, der Ehefrau des Serienschöpfers Gene Roddenberry. Die Rollen bei der deutschen Synchronisation des Computers teilen sich Eva-Maria Werth und Margot Rothweiler.

    Verwechslungsgefahr

    Die deutsche Synchronisation bringt es manchmal auch mit sich, dass einige Sprecher für die Vertonung eines bestimmten Leinwandstars quasi »fest angestellt« sind. Das ist für den Zuschauer angenehm, weil er sich in einem gewohnten akustischen Rahmen der erzählten Geschichte und der verkörperten Figur widmen kann, ohne sich jedesmal mit einer neuen Stimme desselben Schauspielers anfreunden zu müssen – muss man ja bei deutschen Filmen schließlich auch nicht. Und auch für den Sprecher ist es von Vorteil, hängt doch die Popularität seiner Stimme bisweilen an derjenigen des synchronisierten Stars und bietet ihm damit idealerweise eine längerfristige Einkommensquelle.

    Kurios wird es, wenn ein und derselbe Sprecher parallel für mehrere berühmte Schauspieler »gebucht ist« – und noch kurioser wird es, wenn zwei dieser Schauspieler dann zufällig gemeinsam in einem Film auftreten. So war etwa Thomas Danneberg lange Jahre sowohl für die Stimme von Arnold Schwarzenegger verantwortlich als auch für die von Sylvester Stallone. In den Action–Blockbustern »The Expendables 2« (2012) und »The Expendables 3« (2014) spielen beide gleichzeitig eine tragende Rolle und wurden tatsächlich auch beide darin von ihrem gemeinsamen Stammsprecher synchronisiert. Ich habe beide Filme nicht gesehen, vermute aber, die für gewöhnlich eher reduzierten Wortbeiträge in Werken dieses Genres waren mit ein Grund dafür, dass kein zweiter Sprecher notwendig war …

    Weitere Kandidat*innen für solche Starstimmenkollisionen sind zum Beispiel Joachim Kerzel (Anthony Hopkins/Harvey Keitel/Dennis Hopper), Manfred Lehmann (Bruce Willis, Gérard Depardieu, Kurt Russell, Dolph Lundgren) und bei den Frauen Petra Barthel (Julianne Moore, Nicole Kidman, Uma Thurman), Bettina Weiß (Sandra Bullock, Milla Jovovich, Rachel Weisz, Juliette Lewis) oder Ulrike Stürzbecher (Jennifer Aniston, Kate Winslet, Patricia Arquette). Hollywood, da geht noch was!

    Raunen, Wispern, Brummen, Säuseln

    Was für Stimmen gefallen mir heute? Oft merke ich das erst, wenn ich sie höre. Spontan erinnere ich mich an zwei Alltagsbegegnungen: die eine war ein Werbeagentur-Kundenmeeting bei einer Hamburger Spieleentwicklungsfirma, bei dem sich mir der sonore Bass eines der Geschäftsführer ins Gehör schmeichelte und die zweite war ein Essen in einem italienischen Restaurant in Stralsund, bei dem unter den Gästen ein bayerischer Bariton war, dessen Timbre mir bis heute ebenfalls nicht aus dem Kopf geht. Ich habe offenbar ein Faible für tiefe, dunkel vibrierende Männerstimmen – die Sprecher Bryant Cantrell, Rolf Buschpeter oder Michael Leon Wooley mögen als Beispiel dafür dienen – oder, je nach Rolle, Benedict Cumberbatch.

    Ich war natürlich auch neugierig, welche Stimmen in meinem »Twitterversum« besonders beliebt sind, deshalb machte ich vor kurzem auf Twitter eine kleine Umfrage dazu. Die Resonanz darauf hat mich überrascht und gefreut: In insgesamt 162 Antworten wurden insgesamt 217 Sprecher und Sprecherinnen genannt, darunter 166 Männer und (leider, warum?) nur 51 Frauen. Ich habe die Antworten nach Mehrfachnennungen sortiert und die ersten vier Plätze für Herren und Damen zusammengestellt. Und weil viele der Replies sich auch ausdrücklich auf den Stimmengenuss bei Hörbüchern bezogen, habe ich für die Platzierten auch jeweils ein Hörbuch von Audible verlinkt, das von den gekürten Stimmenfavoriten gelesen wird – akustische Leseproben inklusive.

    Männliche Stimmen:

    1. David Nathan (u.a. Christian Bale, Johnny Depp): 11 Nennungen, liest »Es« von Stephen King
    2. Hans Paetsch: 8 Nennungen, liest »Der Stechlin« von Theodor Fontane
    3. Benedict Cumberbatch: 7 Nennungen, liest »Die Verwandlung« von Franz Kafka, natürlich in englischer Sprache, und teilt sich den 3. Platz mit Christian Brückner (Robert de Niro), Norbert Langer (Tom Selleck) und Stephen Fry
    4. Andreas Fröhlich (John Cusack, Edward Norton): 6 Nennungen, liest »Der Krieg der Welten« von H. G. Wells

    Weibliche Stimmen:

    1. Franziska Pigulla (Gilian »Scully« Anderson, Demi Moore): 8 Nennungen, liest »Carrie« von Stephen King
    2. Katharina Thalbach: 7 Nennungen, liest den Miss-Marple-Roman »Ruhe unsanft« von Agatha Christie
    3. Hansi Jochmann (Jodie Foster): 3 Nennungen, liest »Das Schweigen der Lämmer« von Thomas Harris
    4. Cate Blanchett: 2 Nennungen

    Die komplette Liste mit allen Nennungen, alphabetisch nach Vorname sortiert (PDF)

    Und obwohl Blogkommentare nicht mehr so richtig »en vogue« sind, freue ich mich natürlich trotzdem über Eure Stimm-Erinnerungen, Anekdoten oder Anmerkungen, falls Ihr auch welche beisteuern wollt. Ich höre!