2 Kommentare

  1. Was mir neben diesen oft unbeholfenen Wort-Anglizismen in letzter Zeit vermehrt aufgefallen ist, sind Angleichungen auch deutscher Begriffe in der Schreibweise – wie das Deppenleerzeichen.
    Daß Marken schon länger um ihren Namen und die ihrer Produkte keine Bindestriche dulden, greift jetzt auch auf die Bezeichnungen auf den Verpackungen um sich. Ich lese da mittlerweile immer häufiger Sachen wie:

    FRUCHT
    SAFT

    DUSCH
    GEL

    RAPS
    ÖL

    Ich kann das z.T. sogar verstehen und will gar nicht wie „Früher war alles besser“-Papagei im Abendlanduntergangsmodus klingen. Zweizeilig läßt es sich halt größer schreiben, um im Regalangebot zwischen all der Konkurrenz aufzufallen. Und gerade wenn man alles versal schreibt, dann sieht eine Trennung auch irgendwie doof aus, so als würden die Einzelwörter eigentlich zusammengeschriebener Komposita doch per Binde-Strich getrennt.

    Trotzdem schaudert es mich dann immer ein wenig, diese so beschriebenen Produkte zu kaufen und ich greife oft zur Konkurrenz daneben. Beim nächsten Besuch im Supermarkt mache ich mal ein paar Photos.

  2. Als ich das erste Mal einen Laden namens „Backfactory“ sah, dachte ich mir auch noch, was das für ein schöner Name für eine Recyclingfabrik ist … Bei genauerer Betrachtung der Situation fand ich den Namen dann auch wieder ehrlich: Aufgebackenes Industriebrot und anderes -gebäck.

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