Spiel ohne Grenzen

Ich kann weder Russisch noch Japanisch, erahne mit Mühe, was Schweden und Dänen schreiben, beherrsche nur die Grundzüge des Französisch und merke, dass mir selbst auf Englisch noch ein paar Vokabeln fremd sind. Aber diese weltweiten Blogs und Linktipps zum Thema Design sind auch ohne tiefergehende Sprachkenntnisse einen Blick wert:

Ms Rix Design Heaven
Design-Blog von Line Rix aus Kopenhagen.

Etoday
Russisches Lifestyle-Ezine mit vielen Designbeiträgen.

Hovbergs Blog
Blog von Börje Hovberg aus Västerås, Schweden.

Feber
Redaktionelles schwedisches Lifestyle Blognetzwerk mit Schwerpunkt Design.

FormFiftyFive
Design-Blog von Glenn Garriock and Jack Daly aus Edinburgh.

re-public
Website der Designagentur re-public aus Kopenhagen.

Ytlig (Update: inzwischen leider offline)
Designblog, Forum für Design, Kunst und Fotografie aus Schweden.

Design Observer
Gemeinsames Designblog der Designer William Drenttel und Jessica Helfand (Winterhouse Studio/Falls Village, Connecticut) sowie Michael Bierut (Pentagram/New York).

FFFFOUND!
User bookmarken sehenswerte Bilder und herausragendes Design, ein Projekt initiiert von Multimediagenie Yugo Nakamura aus Tokio.

DYT – Design You Trust™
Tägliches Design-Ezine, Community und Blog in einem, gegründet von Dmitri Utkin, weltweit tätig als Designer und Creative Director, u.a. in Moskau und New York.

visual evasion
Blog und Portfolio des Grafik-Design-Freelancers Jérémie Werner aus Strasbourg, Belgien.

Design Sojourn

Blog eines Industriedesigners unter dem Pseudonym Design Translator, der seinem Job u.a. in Singapur, Sydney und China nachgeht.

Designlinks

Galerie des Grauens

München, 01.–04. April 2008: Für vier Tage traf sich auf dem hiesigen Messegelände im Rahmen der Fachmesse Analytica in fünf Hallen die geballte High-Tech-Kompetenz für instrumentelle Analytik, Labortechnik und Biotechnologie. Und da ich als Grafik-Designer für eins der hier vertretenen Unternehmen seit langem arbeite, war ich aus Hamburg zu einem Messebesuch angereist. Normalerweise gilt meine Aufmerksamkeit eher den Firmen- und Messeauftritten, die optisch positiv auffallen.

Doch diesmal hatte ich mir bewusst das Gegenteil vorgenommen und wollte Ausschau halten nach allem, was das Designerauge beleidigt. Und ich wurde fündig. So sehr, dass ich nach einer Dreiviertelstunde aufhörte, weitere Prospekte zu sammeln, weil der Riemen meiner prallvollen Tasche anfing, mir in die Schulter zu schneiden. Ich war selbst überrascht. Angesichts der auf die Stände verteilten, adrett gestylten Hostessen war anzunehmen, die Aussteller hätten zumindest ein rudimentäres Gespür für Ästhetik. Doch was an Logos die Stände, Prospekte und Displays verschandelte, ließ nur eine Schlussfolgerung zu: in dieser Branche löten und schrauben Elektrotechniker, Ingenieure und Maschinenbauer nicht nur hochkomplizierte Geräte zusammen, sondern anscheinend auch die Logos ihrer eigenen Unternehmen – denn professionelle Gestalter waren an diesen formalen Debakeln wohl eher selten beteiligt. Hier ist die Ausbeute meines Rundgangs durch die Galerie des Grauens (klicken für vergrößerte Ansicht). Das Gute daran: hier gibt’s noch jede Menge Arbeit für begabte Grafik-Designer. Also los!

Logo-Horror

Augenfutter

Eine umfangreiche, gestalterisch anspruchsvolle Galerie gelungener Logodesigns als Inspirationsquelle findet sich bei logopond. Spart bestimmt die Anschaffung des einen oder anderen teuren Design-Bildbands.
(via www.grafik-blog.de (Update Februar 2022: leider inzwischen offline))

Weiter nach der Werbung

Endlich mal wieder was zu Lachen im Werbeblock: die neuen Spots für Yello Strom nehmen perfekt gecastet und klasse gespielt das Thema Servicekompetenz auf die Schippe. Auch auf meine Seele haben Anrufe bei Callcentern schon tiefe Narben hinterlassen, insofern bleibt für alle Yello-Kunden zu hoffen, dass das freche Versprechen auch gehalten wird.

Euer Bier. Nicht meins.

Heute kam ich an einem Plakat vorbei, das mich stehenbleiben und zustimmend grinsen ließ. Grafisch nicht besonders aufregend, aber ehrlich. Sozusagen die »Dove«-Kampagne für Männer.

Nicht, dass ich generell Vorurteile gegen Produktinnovationen hätte. Ich habe es probiert. »Lemon« stand auf der Flasche. Und schon beim ersten Zungenkontakt dachte ich: Bäh, nee, dann lieber’n Bier. Eins, das hopfig und herb ist. Kräftig, natürlich und echt. Ohne Limette, Orange, Guarana, Koffein, Dragonfruit, Maracuja, Cranberry, Basilikum, Lakritze, Waldmeister, Bubblegum – und vor allem: ohne ZUCKER! Ohne Bullshit eben. Und darum sage ich: lasst uns durch die Straßen ziehen und skandieren »Bravo, Pilsner Urquell!«

Und damit die Werbung nicht so einseitig bleibt, gibt’s als Bonusmaterial noch ein paar weitere persönliche Bierempfehlungen: Guinness Extra Cold, Köstritzer Schwarzbier, Schneider Weisse, Fürstenberg Kristallweizen, Fürst Louny Schwarzbier, Märkischer Landmann Schwarzbier, Duckstein, Tucher Hefeweizen, Velkopopovický Kozel.

Männerbier