Unerhört schön

Vor ein paar Wochen hab ich das Musiknetzwerk Last.fm für mich entdeckt und bin ganz begeistert. Nicht nur, weil ich mich damit beim Arbeiten angenehm mit zu 100% geschmackskompatibler Musik umplätschern lassen kann, sondern weil ich durch die ziemlich treffsichere Funktion „Ähnliche Künstler wie … spielen« nach längerer Zeit mal wieder ganz neue Künstlerinnen für mich entdeckt habe. Über Ähnlichkeiten zu Lou Rhodes (Lamb), Stina Nordenstam und Nouvelle Vague kam ich so unter anderem auf Anja Garbareks „Last Trick“, „Green Grass“ von Cibelle, einige Titel von Emiliana Torrini und die Alben „Not going anywhere“ von Keren Ann und „Melankton“ von Kate Havnevik. Sehr hörenswerte Musik mit Anklängen an die Apple-gehypten Popfeen Feist und Yael Naïm, deren glockenzarte Coverversion des Britney-Spears-Fegers »Toxic« gleichfalls sofort auf meiner Playlist gelandet ist.

Last.fm

Spiel ohne Grenzen

Ich kann weder Russisch noch Japanisch, erahne mit Mühe, was Schweden und Dänen schreiben, beherrsche nur die Grundzüge des Französisch und merke, dass mir selbst auf Englisch noch ein paar Vokabeln fremd sind. Aber diese weltweiten Blogs und Linktipps zum Thema Design sind auch ohne tiefergehende Sprachkenntnisse einen Blick wert:

Ms Rix Design Heaven
Design-Blog von Line Rix aus Kopenhagen.

Etoday
Russisches Lifestyle-Ezine mit vielen Designbeiträgen.

Hovbergs Blog
Blog von Börje Hovberg aus Västerås, Schweden.

Feber
Redaktionelles schwedisches Lifestyle Blognetzwerk mit Schwerpunkt Design.

FormFiftyFive
Design-Blog von Glenn Garriock and Jack Daly aus Edinburgh.

re-public
Website der Designagentur re-public aus Kopenhagen.

Ytlig (Update: inzwischen leider offline)
Designblog, Forum für Design, Kunst und Fotografie aus Schweden.

Design Observer
Gemeinsames Designblog der Designer William Drenttel und Jessica Helfand (Winterhouse Studio/Falls Village, Connecticut) sowie Michael Bierut (Pentagram/New York).

FFFFOUND!
User bookmarken sehenswerte Bilder und herausragendes Design, ein Projekt initiiert von Multimediagenie Yugo Nakamura aus Tokio.

DYT – Design You Trust™
Tägliches Design-Ezine, Community und Blog in einem, gegründet von Dmitri Utkin, weltweit tätig als Designer und Creative Director, u.a. in Moskau und New York.

visual evasion
Blog und Portfolio des Grafik-Design-Freelancers Jérémie Werner aus Strasbourg, Belgien.

Design Sojourn

Blog eines Industriedesigners unter dem Pseudonym Design Translator, der seinem Job u.a. in Singapur, Sydney und China nachgeht.

Designlinks

Augenfutter

Eine umfangreiche, gestalterisch anspruchsvolle Galerie gelungener Logodesigns als Inspirationsquelle findet sich bei logopond. Spart bestimmt die Anschaffung des einen oder anderen teuren Design-Bildbands.
(via www.grafik-blog.de (Update Februar 2022: leider inzwischen offline))

Jo, da schaugt’s her: Fünf Tage in München

Und weil’s so schön war, nochmal als Alphabet:

A dem Erfindungsreichtum huldigen, dass man aus Aventinus Weizenstarkbier sogar Schnaps brennen kann – und schmackhaften noch dazu

B im Bachmaier Hofbräu letztlich doch vor der deftigen Schmankerlplatte für zwei Personen kapitulieren

C erfreut feststellen, dass es von der Confiserie Coppeneur Schwarzbier jetzt sogar in Schokoladenform gibt. Kaufen.

D von den akkurat beschürzten Damen bei Dallmayr feinste Häppchen fürs Abendbrot erstehen

E nochmal dasselbe wie bei »A« konstatieren, diesmal allerdings mit Enzian

F sich der Tatsache stellen, dass man als Genießer in München auch bei Feinkost Käfer unbedingt mal reinschmecken muss

G im Kaufhaus Oberpollinger der Versuchung erliegen, sich auch, aber nicht nur wegen des Namens eine todschicke G-Star Raw Denim Elwood Heritage Narrow Jeans in Concrete-Wash-Optik zuzulegen

H hoffen, dass die Waage zu Hause die hiesigen kulinarischen Exzesse nicht gar zu hart bestraft

I einen Moment später diesen Gedanken ignorieren

J an der U-Bahn-Station Josephsplatz die täglichen Ausflüge beginnen und beenden

K stilecht vorm Schlafengehen abends noch mit der genialen Schickeria-Soap »Kir Royal« ins München der 80er Jahre zurückblicken

L mit Lufthansa hin- und zurückfliegen

M mit einem Drei-Tages-Ticket des MVV bequem in der Stadt herumkommen

N genießen, dass am frühlingswarmen Samstag zwar schon viele Spaziergänger und Biergartenbesucher, aber noch keine Nackerten den Englischen Garten bevölkern

O beschließen, dass ich München zwar auf jeden Fall wieder, aber nie zusammen mit den Touristenhorden anlässlich des Oktoberfests besuchen werde

P zwischendurch im Pschorr bei einem Dunkelbier neue Kraft zum Rumlaufen schöpfen

Q aus Zeitgründen leider nicht dazu kommen, einen Münchner Eisdielentipp auszuprobieren

R dank des hervorragenden brandneuen Reiseführers von Marco Polo beim Sightseeing, Shoppen und Schlemmen nie die Orientierung verlieren

S sich in einem gemütlichen Appartement in Schwabing einmieten

T im Deutschen Museum einem kleinen Privatkonzert auf einem über 200 Jahre alten Tangentenflügel lauschen

U anhand der noch verbliebenen Kommunalwahlplakate der SPD erstmals bewusst wahrnehmen, dass der Name des alten und neuen Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude lautet

V über den Viktualienmarkt schlendern und in den Auslagen der Marktstände schwelgen

W im Schneider Bräuhaus (ehemals Weißes Brauhaus) ein ebenso schmack- wie gehaltvolles Blut- und Leberwurst-Gröstl mit dem einen oder anderen Weißbier runterspülen

X diesen Buchstaben mit der Tatsache befüllen, dass Xaver ein dem bayerischen Sprachraum entstammender Vorname ist

Y mit leckerem Thai-Essen vom Yum2Take mal eine Pause von der bayerischen Küche einlegen

Z auf der Hin- und Rückreise, gebannt von einem Klassiker der deutschen Nachkriegsliteratur, die Zeit wie im Flug verbringen (haha)

Seufz …

Ich kann gar nicht so viel kochen und essen, wie ich darüber lesen könnte.
In Abwandlung eines gängigen Frustspruchs möchte ich so das lobenswerte Projekt Genussblogs kommentieren, das etwas Übersicht in die Welt kulinarischer Weblogs bringen will und das ich eben bei der Netzrecherche entdeckt habe.

Eigentlich hatte ich nur ein Rezept gesucht. Eins!!! 😐

Lest T-Shirts, nicht Bücher!

Heute mal nur ein passiver Beitrag, mit dem ich die Aufmerksamkeit meiner werten Leserschaft auf das ebenso eigenwillige wie kleidsame Sortiment hochwertiger Körperware bei Rumpfkluft lenken möchte. Möget Ihr Euch zuhauf in jene obskur bedruckten Trikotagen hüllen und fortan mit leisem innerem Lächeln über des Globus’ erkaltende Kruste wandeln!