Umtz … umtz … umtz …

7. Februar 2012 um 01:21

Langes Wochenende in Dresden. Stadtbummel machen. In einem „Young Fashion Store” von coolem Song angepulst werden. Mit Shazam im Nu Stück und Act identifizieren. Song noch unterwegs auf dem Smartphone kaufen.
Gähnt ruhig. Ich find’s immer wieder cool, dass ein bisschen Science Fiction derart heute ganz alltäglich ist.

Video: © The 2 Bears

Falsettbär

2. November 2011 um 10:05

Dass mir Skandinavien nicht nur als Urlaubsregion am Herzen liegt, eröffnete mir schon die Musik von Ane Brun, Agnes Obel und Jonathan Johansson. Jetzt hatte mein persönlicher Mixassistent bei last.fm schon wieder einen Tipp, der mich mitten ins musikalische Herz traf – und mich gleichzeitig überraschte, denn das Bild in meinem Kopf zu dieser zarten Stimme wollte so gar nicht zu dem „Handsome Guy“ passen, der im YouTube-Video dazu den Mund bewegt. Beides zusammen gehört tatsächlich zu ein und derselben Person, nennt sich Egil Olsen und kommt aus Norwegen.
Es lohnt sich, auf seiner liebevoll befüllten Website ein bisschen herumzustöbern, die poetisch-skurrilen Videos anzuschauen, einige weitere Songs anzuhören, seine Cover-Artworks zu beschmunzeln und auch mal die famosen Songtexte zu lesen. Ein ganz eigener und, wie ich finde, sehr sympathischer Typ. Und was er macht, passt zufällig perfekt zu Herbstlaub, Sofa, Kaminfeuer und Wein.

Never

27. Oktober 2011 um 11:14

Oh, Mann … ich will und sollte mal wieder so was von bloggen, aber im Moment durchwehen meinen Alltag zu viele To-Dos. Bis das vorüber ist, poste ich dann eben erstmal – hoffentlich interessanten – Drittcontent. Heute z.B. einen brandneuen Track einer meiner Lieblingsbands, Orbital. Das neue Album erscheint voraussichtlich im April 2012, begleitet von einer Tour durch Großbritannien.
Ein besonderes Bonbon zum Überbrücken der Wartezeit: der Track steht auf der offiziellen Website der Band als Gratis-mp3 zum Download bereit. Enjoy!

Herbst

22. September 2011 um 23:01

Es muss ja nicht immer Rilke sein.

Dirge in Woods

George Meredith (1828–1909)

A wind sways the pines,
And below
Not a breath of wild air;
Still as the mosses that glow
On the flooring and over the lines
Of the roots here and there.
The pine-tree drops its dead;
They are quiet, as under the sea.
Overhead, overhead
Rushes life in a race,
As the clouds the clouds chase;
And we go,
And we drop like the fruits of the tree,
Even we,
Even so.

According to international copyright terms, the quoted poem is considered to be in public domain because the author died at least 100 years ago.

Autumn

Photo: © dannyfowler | Some rights reserved

Afternoon on a Hill

8. September 2011 um 14:29

by Edna St. Vincent Millay (1892–1950)

I will be the gladdest thing
Under the sun!
I will touch a hundred flowers
And not pick one.

I will look at cliffs and clouds
With quiet eyes,
Watch the wind bow down the grass,
And the grass rise.

And when lights begin to show
Up from the town,
I will mark which must be mine,
And then start down!

Ein Gedicht, welches die Stimmung unserer täglichen Wanderungen auf die Berge und durch die Natur hier in Wales sehr schön einfängt. Da hier derzeit nicht allzu sonniges Wetter herrscht, greife ich auf ein sonnigeres Bild der hiesigen Landschaft bei flickr zurück.

According to the US copyright term and the rule of shorter term in EU countries, the quoted poem is considered to be in public domain since 50 years after the author’s death.
Sources: wikisource | IMSLP

Evening_sun_on_the_hills

Photo: Evening sun on the hills · © jessie owen | Some rights reserved

Habt keine Angst

20. Mai 2011 um 19:55

Es ist ein seltsamer Ort, an dem die Menschen auf den Zeichnungen von John Kenn leben. Dort gibt es keine Farben, außer ein fahles Gelb und ein dämmriges, an Schwarz erinnerndes Grau. Ab und zu sieht man auch Erwachsene, aber meist sind es Kinder. Seltsam unbeteiligte Kinder – obwohl ihnen auf Schritt und Tritt unheimliche Gestalten begegnen: Geister, Monster, Trolle, Dämonen, Kobolde, Vampire. Manchmal scheint es, als gehörten die gruseligen Begleiter mit zur Familie. Ich stelle sie mir still vor, diese Welt, es ist üblich, flüsternd zu sprechen. Der Himmel ist dauernd mit Wolken verhangen, ständig verspricht die Sonne, bald durch den diesigen Schleier zu brechen, doch gehalten hat sie dieses Versprechen noch nie. Auch bleibt der Ort nicht von Grausamkeiten verschont, es gibt Bluttaten, Ängste und Gefahren, doch ereignen sie sich heimlich, vom Betrachter unbemerkt, er kommt als Zeuge stets entweder zu spät oder zu früh.
Gefunden habe ich den Eingang zu der faszinierenden Welt John Kenns, dessen Zeichnungen mich an Borislav Sajtinac, Gahan Wilson und Maurice Sendak erinnern, beim Stöbern in meinem Lieblingstumblr für weirde Bildwelten, 2headedsnake. Ihr solltet warten, bis es dunkel ist, ehe Ihr dort vorbeisurft. Es lohnt sich.

john188

Illustration: © John Kenn

All inclusive

20. Mai 2011 um 17:53

Manchmal gibt es Texte, da fügt sich beim Lesen alles perfekt zusammen, ob leise Zeile für Zeile – oder laut mitgesprochen. Die Sätze rieseln und perlen, alle Wörter stehen am richtigen Platz, ich lache, leide, fühle mit jeder Silbe, freue mich über die Gedankengänge, Geistesblitze und Formulierungskünste des Autors und denke: Hach, einfach toll. Solche Texte müssen nicht lang sein. Dieser zum Beispiel.

All_inclusive

Foto: © ella novak | Some rights reserved

Sauer macht lustig

2. Mai 2011 um 21:57

Hach, schön. Eine der „ältesten” von mir regelmäßig besuchten Cartoonseiten im Netz, „Nichtlustig” mit dem ganz eigenen Humor ihres zeichnenden Urhebers Joscha Sauer, wurde am 29. April 2011 aktualisiert und bietet nun die Möglichkeit, Cartoons via iFrame direkt im eigenen Blog oder auf der eigenen Website einzubinden. Die ältesten Dateien meiner von dort heruntergeladenen Lieblingscartoons haben das Downloaddatum „Dezember 2001” – jetzt darf ich sie endlich mit meinen Blogbesuchern teilen. Spread the News!

Schenken

23. Dezember 2010 um 13:34

Schenke groß oder klein,

aber immer gediegen.

Wenn die Bedachten

die Gaben wiegen,

sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.

Schenke dabei

was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,

so dass die eigene Freude zuvor

dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.

Sei eingedenk,

dass dein Geschenk

du selber bist.

(Joachim Ringelnatz)

Weihnachten_2010

Ultraviolet light from hot blue stars deep inside elliptical galaxy M32 in the constellation Andromeda, 2,500,000 light-years from Earth.

Photo Credit: NASA and Thomas M. Brown, Charles W. Bowers, Randy A. Kimble,
Allen V. Sweigart (NASA Goddard Space Flight Center) and Henry C. Ferguson
(Space Telescope Science Institute). Source: www.hubblesite.org

Fete mit Käthe

13. Februar 2010 um 15:39

Vielleicht sind die anhaltenden Minustemperaturen schuld, vielleicht ist es einfach das schiere Überangebot an Veranstaltungen in einer so großen Stadt – anlässlich des gestrigen Comedy-Programms „Fete mit Käthe” fanden gerade mal etwa 60 Zuschauer ihren Weg ins Hamburger Kabaretttheater Polittbüro. Was zwar einerseits sehr schade war, da das kurzweilige Programm, moderiert von der wunderbaren Käthe Lachmann, auf jeden Fall ein größeres Publikum verdient hätte, andererseits keinen Einfluss auf die Stimmung im Saal und auf der Bühne hatte, da sich Künstler und Gäste bestens amüsierten.
Wer Käthe Lachmann nicht kennt, sollte diese Wissenslücke schnellstens füllen, ihr skurril-putziger Sinn für Humor traf bei mir von Anfang an ins Schwarze. Allein der Auftritt ihrer überdrehten Kunstfigur Elke Schmidt, die gestern inbrünstig die Funktionen eines Taschenrechners erklärte (“Eintausendzweihundertfünfundzwanzig! Was für eine wundervolle Zahl – ich möchte sie berühren!”), war das Eintrittsgeld wert.
Als Gastkünstler begrüßte Käthe bei ihrer Fete den Cartoonisten Ralph Ruthe („Shit happens!”), der mit einem bunten Mix aus auf die Leinwand projizierten Cartoons (darunter köstliche Kalauer) und Animationen, teils moderiert, teils vertont, sowie Liedern und Anekdoten aufwartete. Die Songs trafen zwar nicht unbedingt meinen persönlichen Geschmack, aber mit seinem in aberwitzigem Tempo vorgetragenen Erlebnisbericht aus einem Hotelzimmer, das er in einem nächtlichen Rausch in seine Einzelteile zerlegte, hatte er mich wieder voll auf seiner Seite.
Die andere Hälfte des Gastprogramms bestritt das Hannoversch-Hamburgische Duo „Heino und Mäuse”, alias Heinrich von Gyldenfeldt und Jürgen Krejci. Die beiden reiferen Herren mit ihrem staubtrockenen, sehr norddeutsch anmutenden Witz und ihren zwei Gitarren waren mir bis dato komplett unbekannt, seit gestern haben sie auf jeden Fall einen Fan mehr. Mit an Helge Schneider erinnernden, improvisiert wirkenden Zwischenmoderationen verbanden sie grandiose Vertonungen von Texten Loriots („Advent” im Mariachi-Sound) und Robert Gernhardts („Samstagabendfieber”), wortwitzige Eigenkompositionen und gnadenlose Kalauer („Verse von der Brechstange”) zu einem hinreißenden Bühnenauftritt. Im März gastiert das Duo mit einem abendfüllenden Programm auf der Bühne des literarischen Kabaretts Wendeltreppe im Parlament im Hamburger Rathaus.
Alles in allem eine lustige Fete, vielen Dank, liebe Käthe. Ich hoffe, dass beim nächsten Mal im April ein paar Zuschauer mehr den Saal füllen werden.

Pressefoto Käthe Lachmann

Pressefoto Käthe Lachmann: © Köln Pool